03 April 2026, 04:06

23-Jähriger steht wegen versuchten Mordes und Brandanschlägen vor Gericht

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der muslimischen Amerikaner zeigt, die seit dem 11. September an gewaltsamen Extremismus beteiligt waren, mit begleitendem erklärendem Text.

23-Jähriger steht wegen versuchten Mordes und Brandanschlägen vor Gericht

23-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Landgericht Hechingen

Vor dem Landgericht Hechingen muss sich ein 23-jähriger Mann wegen versuchten Mordes verantworten. Tobias K. wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres in Leibertingen (Baden-Württemberg) eine Serie von Brandanschlägen mit Molotowcocktails verübt zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Taten von linksextremistischem Gedankengut motiviert waren.

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen die Ereignisse vom Oktober, als Tobias K. einräumte, mehrere Brandvorrichtungen gezündet zu haben. Sein erstes Ziel war ein Fahrzeug, das dem Lebensgefährten von Michael K. gehörte – einem Unternehmer und ehemaligen lokalen AfD-Politiker. K. gab an, durch Aufkleber mit AfD-Parolen am Auto provoziert worden zu sein.

Laut Ermittlern warf er anschließend einen weiteren Molotowcocktail auf ein Wohngebäude, in dem sich sechs schlafende Personen befanden. Noch in derselben Nacht soll er einen Feuerwerfer auf Polizeibeamte und Feuerwehrleute geschleudert haben, die zum Tatort eilten.

Die Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart stuft die Angriffe als politisch motiviert ein. Zwar wird ein linksextremistischer Hintergrund vermutet, doch soll Tobias K. allein gehandelt haben. Bei Vernehmungen räumte der Angeklagte zwar eine Mitgliedschaft in der Linkspartei ein, bestritt jedoch, aktiv in deren Strukturen eingebunden zu sein.

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Die Verhandlung ist auf vier separate Termine angesetzt. Mit einem Urteil wird Mitte April gerechnet.

Seit 2020 wurden in Baden-Württemberg keine weiteren offiziell erfassten Fälle von politisch motivierter Brandstiftung durch linksextremistische Gruppen dokumentiert. Das Gericht muss nun klären, ob Tobias K.s Taten als versuchter Mord und linksextremistisch einzuordnen sind. Bei einer Verurteilung wäre dies der erste derartige Vorfall in der Region seit über drei Jahren. Zudem wird sich zeigen, ob die politischen Überzeugungen des Angeklagten eine direkte Rolle bei den Anschlägen spielten.

Quelle