Abgeordnete erhalten 2026 automatisch 500 Euro mehr – doch die Kritik bleibt
Matteo WolfAbgeordnete erhalten 2026 automatisch 500 Euro mehr – doch die Kritik bleibt
Ab Juli 2026 steht deutschen Abgeordneten eine Gehaltserhöhung von etwa 500 Euro monatlich bevor. Damit steigt ihr Bruttomonatsgehalt auf rund 12.330 Euro. Doch nicht alle politischen Gruppen sind sich einig, ob dieses automatische System beibehalten werden sollte.
Die Anpassung folgt einem etablierten Mechanismus, der die Abgeordnetenbezüge an die durchschnittliche Lohnentwicklung des Vorjahres koppelt. Steffen Bilger von der CDU erklärte, dieses Verfahren sorge dafür, dass die Gehälter die allgemeine wirtschaftliche Lage widerspiegeln. Dirk Wiese von der SPD bestätigte, dass das System bei Bedarf auch Kürzungen vorsehen könne – wie etwa im Jahr 2021 geschehen.
CDU/CSU und SPD unterstützen das aktuelle Verfahren und argumentieren, es garantiere Fairness und Transparenz. Helge Limburg von den Grünen fügte hinzu, eine Aussetzung des Mechanismus müsste gut begründet werden, da er die Abgeordneten zur Rechenschaft ziehe.
Gleichzeitig gibt es weiterhin scharfe Kritik am System. Bernd Baumann von der AfD fordert seit Langem die Abschaffung der automatischen Anpassung und bezeichnet sie als grundlegend fehlerhaft. Auch Ina Latendorf von der Linken lehnte die geplante Erhöhung für 2026 ab und kritisierte den Schritt offen.
Die Gehaltsanpassung tritt Mitte 2026 in Kraft und erhöht das Monatsgehalt auf etwa 12.330 Euro. Während CDU/CSU, SPD und Grüne das bestehende System befürworten, lehnen AfD und Linke es weiterhin ab. Die Debatte zeigt die anhaltenden Differenzen darüber, wie die Bezüge der Abgeordneten festgelegt werden sollten.






