02 April 2026, 08:07

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als zentrales Wahlkampfthema und fordert mehr Transparenz

Ein schildförmiges Polizeibadgebnis mit "Polizei Berlin" in schwarzer fetter Schrift, das ein weißes Stern auf einem blauen Hintergrund und einen weißen Rand hat und auf einer Oberfläche ruht.

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als zentrales Wahlkampfthema und fordert mehr Transparenz

Der Berliner Landesverband der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) rückt Messerangriffe in den Mittelpunkt seines Wahlkampfs. Die Partei behauptet, die steigende Zahl von Straftaten mit Messern in der Hauptstadt erfordere mehr Transparenz von den Behörden. Um ihre Forderung zu untermauern, hat die AfD eine Online-Übersicht zu polizeilich erfassten Messerdelikten veröffentlicht.

Laut Polizei gab es in Berlin im Jahr 2024 insgesamt 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Zunahme gehört die Stadt zu den wenigen Bundesländern, die die Nationalitäten der Tatverdächtigen in solchen Fällen nicht veröffentlichen. Die AfD kritisiert, dass diese Informationslücke zwischen polizeilicher Praxis und der offiziellen Kriminalstatistik klafft.

Mit einer neu eingeführten "Messer-App" zeigt die Partei die Zahl der gemeldeten Vorfälle, Verletzungen sowie eine interaktive Karte der Tatorte an. Die Fraktionsvorsitzende der AfD, Kristin Brinker, warf der regierenden Koalition vor, Details zu Gewaltstraftaten zurückzuhalten, und forderte mehr Offenheit ein.

Widerspruch kommt von der Linken, die der AfD vorwirft, Kriminalitätsdaten gezielt zu instrumentalisieren, um Ängste zu schüren und Feindseligkeit gegen Migranten zu schüren. Gleichzeitig gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele der 3.412 Messerangriffe aus dem Jahr 2024 zu Anklagen, Verurteilungen oder rechtlichen Konsequenzen für die 1.906 ermittelten Tatverdächtigen führten.

Die AfD plant, ihr Kriminalitätsmonitoring auf Schusswaffen- und Sexualdelikte auszuweiten und setzt die Behörden damit weiter unter Druck, zusätzliche Daten – darunter die Nationalitäten der Verdächtigen – zu veröffentlichen.

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Die Fokussierung der AfD auf Messerkriminalität hat die Debatte über Transparenz in der Berliner Sicherheitspolitik verschärft. Mit Blick auf die anstehende Wahl wird die Forderung der Partei nach detaillierteren Kriminalitätsberichten – einschließlich der Herkunft der Tatverdächtigen – voraussichtlich ein umstrittenes Thema bleiben. Da umfassende Daten zu den juristischen Folgen der Taten fehlen, bleiben zentrale Fragen zur Strafverfolgung unbeantwortet.

Quelle