30 April 2026, 00:14

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf und unklare Gründe in Berlin-Mitte

Große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin, hält Schilder hoch, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und Himmel im Hintergrund.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf und unklare Gründe in Berlin-Mitte

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden vergangenes Wochenende aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, betrifft der Vorfall Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau. Mitarbeiter des Gaffel Haus sollen die drei wegen ihrer Parteizugehörigkeit zum Verlassen des Lokals aufgefordert haben.

Dieser Vorfall reiht sich in frühere Auseinandersetzungen um Krahs AfD-Mitgliedschaft ein, darunter eine abgesagte Buchpräsentation und einen geplatzen Verlagsdeal. Die Konfrontation ereignete sich am 14. April im Gaffel Haus in Berlin-Mitte. Laut einem internen AfD-Chat, den die Bild einsehen konnte, wurden Krah und Rau als Erste hinausbegleitet. Als Janich nach dem Grund für die Aufforderung fragte, wurde auch er des Lokals verwiesen.

Die Leitung der Kneipe hat auf eine Anfrage der Bild bisher nicht reagiert. Nach dem Vorfall rief Krah seine Anhänger dazu auf, das Lokal zu boykottieren, und deutete an, dass öffentlicher Druck dessen Geschäft beeinträchtigen könnte.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Krahs politische Verbindungen für Aufsehen sorgen. Im Januar zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung zurück, dort seinen Roman Die Reise nach Europa zu präsentieren – mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Ende Februar löste dann die Friedrich Pustet Druckerei in Regensburg ihre Zusammenarbeit mit dem Wiener Castrum Verlag auf, der ein Buch Krahs veröffentlichen wollte, ebenfalls wegen dessen AfD-Mitgliedschaft.

Krahs Rolle in diesen Konflikten unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die öffentliche Präsenz der Partei. Verlage, Veranstalter und nun auch Gastronomen distanzieren sich zunehmend von AfD-nahen Persönlichkeiten. Der Rauswurf aus dem Gaffel Haus fügt sich in eine Reihe von Gegenreaktionen gegen AfD-Mitglieder in öffentlichen und beruflichen Kontexten ein. Krahs Aufruf zum Boykott könnte die Lage weiter zuspitzen. Die Schweigsamkeit der Kneipenleitung lässt indes zentrale Details des Vorfalls ungeklärt.

Quelle