Berliner Förderskandal führt zum Rücktritt der Kultursenatorin Wedl-Wilson
Matteo WolfBerliner Förderskandal führt zum Rücktritt der Kultursenatorin Wedl-Wilson
Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat am Freitag von ihrem Amt zurück, nachdem ein Bericht über rechtswidrig bewilligte Fördergelder bekannt geworden war. Die Rechnungsprüfungsbehörde hatte festgestellt, dass 2,6 Millionen Euro unrechtmäßig an Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus vergeben worden waren. Bürgermeister Kai Wegner ernannte nun Stefan Evers zu ihrem Nachfolger.
Wedl-Wilson, eine parteilose Beamtin, gab ihren Rücktritt nach den Erkenntnissen des Prüfberichts bekannt. Der Bericht deckte schwere finanzielle Unregelmäßigkeiten in ihrem Ressort auf. Ihr Ausscheiden hinterließ die Position des Kultursenators vakant.
Bürgermeister Kai Wegner, der auch den Berliner CDU-Vorsitz innehat, gab am Mittwoch die Ernennung Evers' bekannt. Die Entscheidung fiel nach der Prüfung weiterer Kandidaten, darunter der ehemalige Justizsenator Thomas Heilmann. Evers wurde aufgrund seiner finanziellen Expertise und seines starken Interesses an kulturellen Angelegenheiten ausgewählt.
Evers ist derzeit Finanzsenator Berlins und befindet sich mitten in den Verhandlungen über den Finanzierungsvertrag der Hauptstadt. Trotz der Übernahme des Kulturressorts wird er seine Finanzverantwortung behalten. Diese Doppelfunktion bleibt bis zu den Berliner Wahlen im September 2026 bestehen.
Evers wird nun sowohl das Finanz- als auch das Kulturressort leiten. Seine Ernennung folgt auf einen Förderskandal, der zum Rücktritt von Wedl-Wilson führte. Mit seinem finanziellen Hintergrund soll der neue Senator Stabilität in die Kulturverwaltung bringen.






