Berliner Rockband Tulpe provoziert mit satirischem Wal-Hit Sprengt den Wal
Matteo WolfBerliner Rockband Tulpe provoziert mit satirischem Wal-Hit Sprengt den Wal
Berliner Rockband löst mit satirischem Wal-Song Debatte aus
Eine Berliner Rockband hat mit einem satirischen Lied über den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee für Diskussionen gesorgt. Der Song Sprengt den Wal von Tulpe enthält provokative Textzeilen, die die öffentliche Debatte um das Tier auf die Schippe nehmen – und hat bereits Millionen Aufrufe sowie eine Welle gespaltenen Feedbacks ausgelöst.
Die Band veröffentlichte den Track nach wochenlanger Online-Diskussion über den Wal, der in sozialen Medien oft Timmy oder Hoffnung getauft wurde. Auf TikTok und Instagram überschwemmten Nutzer:innen die Plattformen mit Memes – mal wurden die Rettungsversuche verspottet, mal die Reaktionen der Politik kritisiert. Tulpe trieb die Satire mit Zeilen wie "Sprengt den Wal, macht ihn einfach weg, lasst es Wal-Salami und -Schnitzel regnen" noch weiter auf die Spitze.
Das Musikvideo auf Instagram verzeichnet mittlerweile rund 4,6 Millionen Aufrufe. Sänger Joachim Foerster räumte ein, dass die Band mit ihrer Musik häufig aktuelle Themen aufgreift – was regelmäßig starke Reaktionen hervorruft. Seinem zufolge gehört der Umgang mit Gegenwind für eine Rockgruppe einfach dazu.
Die erste Strophe von Sprengt den Wal entstand spontan, ohne lange Überlegung. Erst als der Song bereits 1,5 Millionen Aufrufe erreichte, fügte die Band eine zweite Strophe hinzu. Foerster verwies zudem auf die Ironie, dass ein Tier, das für den Urzustand der Erde steht, nun zum Gegenstand "unzähliger geschmackloser KI-generierter Songs" werde. Nicht zum ersten Mal wird der Wal satirisch verarbeitet: Die Parodie-Website Whale-O-Matic hatte Nutzer:innen zuvor bereits in fiktiven Szenarien ihre Haltung zu den Rettungsbemühungen testen lassen.
Die Reaktionen auf den Song bleiben gespalten – manche Hörer:innen finden die Texte urkomisch, andere halten sie für geschmacklos. Tulpes Track hat der ohnehin hitzigen Debatte um das Schicksal des Wals eine weitere Facette hinzugefügt. Von einer Distanzierung von der ausgelösten Kontroverse zeigt die Band indes keine Spur.






