Braunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm Elli – Radwege tagelang ungeräumt
Matteo WolfBraunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm Elli – Radwege tagelang ungeräumt
Der Stadtrat von Braunschweig hat nach den massiven Schneefällen eine Untersuchung zu den Versäumnissen beim Winterdienst eingeleitet. Viele Straßen und Radwege blieben tagelang ungeräumt. Der Schritt folgt einem offiziellen Antrag der Fraktion DIE FRAKTION. BS, die Personalmangel und langsame Reaktionszeiten während des Sturms Elli kritisiert hatte.
Die Probleme begannen, als Sturm Elli Mitte Februar über die Region zog. Schneeverwehungen blockierten Straßen, legten den Zugverkehr lahm und zwangen Schulen zur Schließung. Trotz des Rund-um-die-Uhr-Einsatzes der Räumfahrzeuge blieben viele Straßen – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße sowie der Bereich Steinweg/Theater – unpassierbar oder nur teilweise geräumt.
Die Stadtverwaltung räumte ein, dass Radwege nur alle 19 Stunden beräumt wurden. Berichte zeigten jedoch, dass einige Straßen tagelang ohne Bearbeitung blieben. Anwohner und Radfahrer beklagten die gefährlichen Bedingungen, da viele Wege vernachlässigt wurden.
Am 18. Februar reichte DIE FRAKTION. BS einen Antrag ein, in dem sie Aufklärung forderte. Darin hieß es, der Dienstleister ALBA verfüge weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung, um anhaltende Schneefälle zu bewältigen. Der Antrag verwies zudem auf einen Widerspruch zum Braunschweiger Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , der nachhaltige Verkehrsmittel wie das Radfahren fördern soll.
Der Stadtrat hat nun eine umfassende Prüfung der Winterdienst-Ressourcen von ALBA beschlossen. Die Untersuchung wird Personalstärke, Ausstattung und Reaktionszeiten analysieren, um ähnliche Probleme bei künftigen Stürmen zu vermeiden.
Die Entscheidung bedeutet, dass die Winterdienst-Arbeiten von ALBA künftig stärker unter die Lupe genommen werden. Geprüft wird, ob mehr Personal, bessere Technik oder angepasste Strategien nötig sind, um Straßen und Radwege künftig zuverlässig freizuhalten. Die Ergebnisse könnten zu Veränderungen führen, wie die Stadt künftig mit starken Schneefällen umgeht.






