Bundesregierung plant radikale Maßnahmen gegen Bahn-Verspätungen bis 2027
Ella Wagner"Jokergleise" für mehr Pünktlichkeit bei der Bahn - Bundesregierung plant radikale Maßnahmen gegen Bahn-Verspätungen bis 2027
Eine Arbeitsgruppe der Bundesregierung hat neue Pläne zur Bekämpfung der anhaltenden Verspätungsprobleme der Deutschen Bahn vorgestellt. Die Vorschläge umfassen flexiblere Fahrpläne und zusätzliche Gleiskapazitäten, um Züge pünktlicher fahren zu lassen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder bezeichnete die Maßnahmen als einen "wichtigen Schritt" zur Steigerung der Zufriedenheit der Fahrgäste.
Verspätete Züge sind seit langem ein Ärgernis für Reisende in ganz Deutschland. Als Reaktion darauf hat die Arbeitsgruppe nun 22 konkrete Maßnahmen präsentiert, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Dazu gehört die Einführung sogenannter "Joker-Gleise" – reservierte Streckenabschnitte an wichtigen Bahnhöfen, die kurzfristige Anpassungen ermöglichen sollen.
Züge könnten künftig auch minimal früher als geplant abfahren, um Folgeverspätungen zu vermeiden. Eine weitere Änderung, die für 2027 vorgesehen ist, sieht längere Pufferzeiten zwischen den Verbindungen auf bestimmten Strecken vor. Welche Linien betroffen sein werden, gab die Arbeitsgruppe nicht bekannt.
Ab 2026 sollen KI-gestützte Systeme bei Echtzeit-Entscheidungen helfen. Schnieder nannte das Maßnahmenpaket einen "weiteren Meilenstein" auf dem Weg zu einem zuverlässigeren Schienennetz.
Ziel der Initiativen ist es, Verspätungen durch bessere Planung und den Einsatz moderner Technologie zu reduzieren. Einige Änderungen, wie die verlängerten Pufferzeiten, treten 2027 in Kraft. Andere, darunter die KI-Unterstützung, sind bereits für das Jahr davor geplant.






