Deutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim nach Kritik
Greta SchneiderDeutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim nach Kritik
Die Deutsche Bahn hat ihre Sanierungspläne für die Bahnstrecke München–Rosenheim, eine der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer sechmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten durchgeführt werden. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen und Bedenken wegen längerer Behinderungen im Bahnbetrieb.
Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert acht Wochen. In dieser Zeit werden die Fernverkehrsgleise komplett gesperrt, sodass Züge auf Ausweichstrecken ausweichen müssen. Der Regionalverkehr wird durch Busse ersetzt, während Vorbereitungsarbeiten im Herbst 2027 zudem zu teilweisen Sperrungen der S-Bahn-Strecke führen werden.
Die zweite Phase ist für die erste Jahreshälfte 2031 vorgesehen. In diesem Abschnitt werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert. Zudem erhält die Strecke im Rahmen des Ausbaus das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS).
Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbandes der Güterbahnunternehmen, kritisierte den überarbeiteten Plan. Er argumentierte, dass die kombinierten Sperrzeiten – insgesamt 24 Wochen – nach wie vor nicht ausreichten. Westenberger behauptete zudem, der Güterverkehrssektor sei bei den Änderungen nicht konsultiert worden. Sein Vorschlag umfasste unter anderem eingleisige Baustellen und vorgezogene Ausbaumaßnahmen auf Alternativrouten, um Verspätungen zu verringern.
Der angepasste Zeitplan vermeidet zwar eine einzige sechmonatige Vollsperrung, erfordert aber weiterhin erhebliche Einschränkungen. Die Güterverkehrsunternehmen bleiben besorgt über die Auswirkungen auf ihre Dienstleistungen. Ziel der Modernisierung ist es, die Zuverlässigkeit und Kapazität auf dieser wichtigen bayerischen Strecke zu erhöhen.






