17 March 2026, 04:05

Deutsche Softwarefirma kämpft mit Aktiencrash und schwacher SMB-Nachfrage

Balkendiagramm, das die erhöhte Emission von Bankakzeptanz (BAA) in verschiedenen Branchen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutsche Softwarefirma kämpft mit Aktiencrash und schwacher SMB-Nachfrage

Ein deutscher Softwarehersteller durchlebt ein turbulenes Jahr: Die Aktie des Unternehmens ist in den vergangenen zwölf Monaten um fast 65 % eingebrochen. Der Kurs erreichte kürzlich mit 4,48 Euro ein 52-Wochen-Tief und sorgt damit bei Anlegern für Besorgnis. Gleichzeitig wird der bevorstehende Wechsel vom MDAX in den SDAX Indexfonds zwingen, ihre Portfolios anzupassen.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens fallen je nach Sparten unterschiedlich aus. Während der Unternehmensbereich solide Performancedaten vorlegte – die jährlichen wiederkehrenden Erträge (Annual Recurring Revenue, ARR) stiegen um 11 % auf 241 Millionen Euro –, verzeichnete das Kleinunternehmenssegment (SMB) Rückgänge. Die Abwanderungsrate in diesem Bereich kletterte im vierten Quartal auf 16,4 %, wobei die Unternehmensführung warnt, dass die Schwächephase voraussichtlich bis Mitte 2026 anhalten wird – bedingt durch Preisanpassungen.

Auch die Übernahme des britischen Softwareunternehmens 1E im Jahr 2024 hat zu Rückschlägen geführt. Die Integration verläuft zäh, was zu betrieblichen Störungen und dem Verlust wichtiger Mitarbeiter geführt hat. Infolgedessen rechnet das Unternehmen im ersten Quartal 2026 mit einem einmaligen Kundenverlust in Höhe von etwa 8 Millionen Euro.

Für das Jahr 2026 wird nur ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 0 % bis 3 % prognostiziert, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 43 %. Trotz der Herausforderungen konzentriert sich die Führung auf Produktverbesserungen, darunter eine vertiefte Integration mit Microsoft Intune sowie eine neue Partnerschaft mit Cybus für Anwendungen im Bereich Augmented Reality.

Der Wechsel in den SDAX wird eine Umgewichtung der Portfolios bei Indexfonds auslösen. Angesichts der schwachen Performance im SMB-Bereich und der stockenden 1E-Integration könnte sich die Erholung hinziehen. Dennoch könnten das Wachstum im Unternehmenssegment und geplante Innovationen im kommenden Jahr für etwas Stabilität sorgen.

Quelle