Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Rezession bestätigt
Greta SchneiderDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Rezession bestätigt
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre drastisch nach unten korrigiert. Ihr aktueller Bericht zeichnet ein weitaus schwächeres Bild als noch vor wenigen Monaten erwartet. Steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen zwingen zu einer grundlegenden Neubewertung der wirtschaftlichen Aussichten.
Noch vor sechs Monaten hatten dieselben Institute ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2027 vorhergesagt. Nun rechnen sie für 2023 nur noch mit einem Plus von 0,6 Prozent – eine deutliche Abwertung. Die tatsächliche Entwicklung im Jahr 2024 fiel sogar noch schlechter aus: Die Wirtschaft schrumpfte um 0,2 Prozent, was die Rezession bestätigt.
Hauptgrund für diese Verschlechterung sind der Krieg im Iran und der starke Anstieg der Öl- und Gaspreise. Beide Faktoren belasten Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen. Bis 2027 erwarten die Institute nun ein Wachstum von lediglich etwa 1 Prozent – deutlich weniger als die bisherigen 1,4 Prozent.
Aktualisierte Prognosen des IWF oder der OECD wurden in dem Bericht nicht berücksichtigt. Doch die revidierten Zahlen der Institute fallen deutlich pessimistischer aus als zuvor.
Die angepassten Vorhersagen deuten auf eine längere Phase schwachen Wachstums für Deutschland hin. Da die Energiekosten hoch bleiben und Konflikte ungelöst sind, steht die Wirtschaft weiterhin unter Druck. Die jüngsten Daten bestätigen, dass der frühe Optimismus einer deutlich zurückhaltenderen Einschätzung gewichen ist.






