Deutschland plant eigenes Kampfflugzeug nach FCAS-Aus – Airbus drängt zur Eile
Greta SchneiderDeutschland plant eigenes Kampfflugzeug nach FCAS-Aus – Airbus drängt zur Eile
Deutschland könnte bald eigenes Kampfflugzeug-Programm starten – nach Scheitern von FCAS
Nach dem Scheitern des FCAS-Projekts (Future Combat Air System) könnte Deutschland bald ein eigenes Kampfflugzeug-Programm auf den Weg bringen. Der Luftfahrtkonzern Airbus drängt die Politik zu einer zügigen Entscheidung über die Zukunft der Entwicklung moderner Kampfflugzeuge. Branchenvertreter warnen, dass Verzögerungen das Land im Wettbewerb mit anderen Nationen ins Hintertreffen bringen würden.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, ist überzeugt, dass Deutschland sowohl das Know-how als auch die finanziellen Mittel besitzt, um ein neues Kampfflugzeug zu entwickeln. Er fordert einen sofortigen Start der Arbeiten und lädt andere Länder ein, sich an dem Vorhaben zu beteiligen.
Reinhard Brandl, Generalsekretär der CSU-Bundestagsfraktion, betonte die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit in jedem künftigen Kampfflugzeugprogramm. Zwar unterstütze er eine führende Rolle Deutschlands, doch hob er auch die Chance hervor, dass deutsche Unternehmen eine Schlüsselrolle in größeren europäischen Rüstungsprojekten einnehmen könnten.
Pretzl warnte zudem, dass Zögerlichkeit bei den Entscheidungen den Zeitplan weiter nach hinten verschieben würde. Ohne schnelles Handeln drohe Deutschland den Anschluss an ähnliche, bereits laufende Projekte in anderen Ländern zu verlieren.
Der Vorstoß für ein neues Kampfflugzeug kommt, nachdem das FCAS-Programm eine Lücke in der europäischen Verteidigungsplanung hinterlassen hat. Airbus und politische Akteure fordern nun eine klare Strategie, um den Schwung nicht zu verlieren. Eine Entscheidung in den kommenden Monaten könnte darüber entscheiden, ob Deutschland bei Kampfflugzeugen der nächsten Generation eine Führungsrolle übernimmt – oder den Anschluss verpasst.






