Deutschland sucht dringend Ersatz für gestrichene US-Tomahawk-Raketen
Deutschland steht unter Druck, ausgefallene US-Raketenstationierungen zu ersetzen
Nach einem überraschenden Kurswechsel der USA sieht sich Deutschland mit der Aufgabe konfrontiert, die gestrichene Stationierung amerikanischer Marschflugkörper auszugleichen. Die Entscheidung des früheren US-Präsidenten Donald Trump, die geplante Verlegung von Tomahawk-Raketen nach Deutschland rückgängig zu machen, hat die Verantwortlichen in Berlin in Zugzwang gebracht. Nun drängen Verteidigungsexperten auf schnellere europäische Lösungen, um die entstandene Lücke zu schließen.
Die Tomahawk-Raketen sollten ursprünglich als Übergangslösung dienen, bis Europa eigene präzisionsgelenkte Langstreckenwaffen entwickelt. Doch mit dem Aus für ihre Stationierung wächst der Druck auf Verteidigungsminister Boris Pistorius, zügig zu handeln. Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, fordert eine Beschleunigung der europäischen Raketenproduktion – und schlägt sogar eine mögliche Zusammenarbeit mit der Ukraine vor.
Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, kritisierte die zögerliche Modernisierung der Bundeswehr. Er verlangte einen „Aktionsplan 2029“, um sicherzustellen, dass Deutschland seine Abschreckungsziele termingerecht erreicht. Zudem regte Erndl an, innovative Ansätze junger deutscher Unternehmen zu prüfen, um die Entwicklung von Marschflugkörpern zu beschleunigen.
Experten warnen, dass ohne Ersatz eine „Abschreckungslücke“ in Europa droht. Deutschland und seine Partner verfügen bereits über das technische Know-how und die industrielle Kapazität für die Raketenproduktion. Nun geht es darum, diese Fähigkeiten in konkrete und schnell umsetzbare Lösungen umzumünzen.
Der Ausfall der Tomahawk-Stationierung zwingt Deutschland, seine Verteidigungstrategie neu zu überdenken. Politiker fordern nun eine beschleunigte europäische Raketenentwicklung – durch industrielle Zusammenarbeit und technologische Innovationen. Ziel ist es, Sicherheitsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig die langfristige Abschreckungsfähigkeit zu stärken.






