25 April 2026, 14:11

Deutschland will das erste Fusionskraftwerk der Welt bis 2029 bauen – doch die Hürden sind gigantisch

Plakat mit Text und Logo, auf dem "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne" steht und für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Deutschland will das erste Fusionskraftwerk der Welt bis 2029 bauen – doch die Hürden sind gigantisch

Deutschland treibt die Pläne für den Bau des ersten funktionsfähigen Fusionskraftwerks der Welt mit Nachdruck voran. Im Rahmen seines Fusions-Aktionsplans investiert die Bundesregierung massiv in die Technologie, während private Unternehmen wie Marvel Fusion und Proxima Fusion bis 2029 über zwei Milliarden Euro beisteuern. Das Ziel: eine saubere, zuverlässige Energiequelle schaffen. Doch noch stehen große Herausforderungen im Weg.

Fusionsenergie gilt seit langem als mögliche revolutionäre Lösung. Anders als fossile Brennstoffe stößt sie keine Emissionen aus, und im Gegensatz zu erneuerbaren Energien könnte sie kontinuierlich Strom liefern. Doch die Umsetzung dieses Versprechens bleibt schwierig. Bau- und technische Hürden müssen überwunden werden, bevor Fusionskraftwerke reibungslos arbeiten können.

In jüngster Zeit hat sich das private Engagement in der Fusionsforschung stark erhöht. Zwischen Juli 2024 und Juli 2025 flossen rund 2,2 Milliarden Dollar in den Sektor. Auch die USA stockten ihre Mittel auf und stellten im Haushaltsjahr 2024 über eine Milliarde Dollar für Fusionsprojekte bereit. Trotz dieser Fortschritte warnen Experten jedoch davor, dass die Kosten für Fusion nicht so schnell sinken könnten wie bei anderen Energietechnologien.

Eine Studie im Fachmagazin Nature Energy versuchte, die künftige Wirtschaftlichkeit von Fusionsenergie abzuschätzen. Dabei verglich sie die Technologie mit anderen wie Onshore-Windkraft (12 Prozent Kostensenkung bei Verdopplung der Kapazität), Solarmodulen (23 Prozent) oder Lithium-Ionen-Batterien (20 Prozent). Die Kernspaltung hingegen weist eine bescheidene Lernrate von nur 2 Prozent auf. Bei der Fusion gestaltet sich eine solche Prognose jedoch weitaus schwieriger. Die Studie konzentrierte sich auf zwei Hauptansätze: das magnetische Einschlussverfahren und die Trägheitsfusion mittles Laser.

Das Wettrennen um die Entwicklung der Fusionsenergie nimmt an Fahrt auf – mit Deutschland an der Spitze. Milliarden an öffentlichen und privaten Geldern fließen in die Forschung, doch wann die Technologie marktreif sein wird, bleibt ungewiss. Gelingt der Durchbruch, könnte die Fusion eine stabile, emissionsfreie Energiequelle bieten – vorausgesetzt, die technischen und finanziellen Hindernisse lassen sich in den kommenden Jahren überwinden.

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