Ehrenamtliche in Hünfeld lernen neue Steuerregeln für Vereine kennen
In Hünfeld fand die fünfte Informationsveranstaltung für Ehrenamtliche im Lokomotivschuppen statt. Bei dem Treffen kamen lokale Freiwillige und Organisationen zusammen, um sich auszutauschen, zu beraten und zu vernetzen. Die Themen reichten von rechtlichen Neuerungen bis hin zu finanziellen Best Practices für gemeinnützige Vereine.
Julia Schröder vom Landkreis Fulda eröffnete den Abend mit einer Vorstellung der ehrenamtlichen Dienste des Landkreises. Sie erläuterte Fördermöglichkeiten und Ressourcen, die lokalen Gruppen zur Verfügung stehen.
Den Hauptvortrag zum Thema „Steuern in Vereinen“ hielt Sandra Oechler, eine zugelassene Steuerberaterin. In ihrem 90-minütigen Referat betonte sie, wie wichtig es für gemeinnützige Organisationen sei, sich strikt an ihre satzungsgemäßen Zwecke zu halten. Zudem erklärte sie, wie die Buchführung eines Vereins in ideelle und wirtschaftliche Tätigkeiten aufgeteilt werden muss.
Zu den wichtigsten Neuerungen zählen Änderungen bei den Steuerfreibeträgen: Ab dem 1. Januar 2026 steigt der Ehrenamtsfreibetrag auf 960 Euro pro Jahr. Auch die steuerfreie Übungsleiterpauschale wird auf 3.300 Euro jährlich angehoben. Oechler machte deutlich, dass Vereine nur dann Steuern auf wirtschaftliche Aktivitäten zahlen müssen, wenn ihr Jahresumsatz 50.000 Euro übersteigt.
Nach den offiziellen Programmpunkten klang der Abend bei Würstchen, kühlen Getränken und lockeren Gesprächen aus. Zum Abschluss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Netzwerken.
Die Veranstaltung vermittelte Ehrenamtlichen aktuelle Steuerregeln und praktische Buchhaltungstipps. Die neuen Freibeträge und Grenzwerte treten 2026 in Kraft und werden Einfluss darauf haben, wie gemeinnützige Organisationen ihre Finanzen verwalten. Die Veranstalter planen, die Reihe auch in den kommenden Jahren fortzuführen.






