05 June 2026, 10:57

EU führt neue Zollgebühren für Onlinebestellungen aus Drittländern ein

Ab dem 1. Juli: Online-Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden teurer

EU führt neue Zollgebühren für Onlinebestellungen aus Drittländern ein

EU-Onlinekäufer müssen sich auf höhere Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen

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Ab dem 1. Juli werden Verbraucher in der EU bei Einkäufen bei Händlern außerhalb der Union mit höheren Gebühren konfrontiert. Selbst auf Bestellungen unter 150 Euro – etwa ein Handyhülle für 7 Euro – fallen dann Zollabgaben und Steuern an, sodass am Ende fast 20 Euro fällig werden können.

Die Änderungen beginnen mit einer pauschalen Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie für Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro. Hinzu kommt die Einfuhrumsatzsteuer. Manche Paketdienste erheben zusätzlich Bearbeitungsgebühren für die Zollabwicklung.

Bis November 2026 soll eine weitere Abgabe für geringwertige Sendungen eingeführt werden, deren genaue Höhe die Europäische Kommission noch festlegt. Langfristig, voraussichtlich ab 2028, werden auf alle Bestellungen aus Drittländern – unabhängig vom Wert – ab dem ersten Euro Zollgebühren fällig.

Innerhalb der EU bleiben die meisten Käufe zwar steuerfrei, ausgenommen sind jedoch Waren wie Kaffee, Alkohol und Tabak. Doch beim Shopping außerhalb der Union lauern zusätzliche Risiken: Verbraucherrechte sind oft schwächer, Rücksendungen, Erstattungen oder Garantieansprüche gestalten sich komplizierter. Experten raten, vor dem Kauf das Impressum des Händlers sowie die Versandbedingungen genau zu prüfen.

Die neuen Regeln bedeuten für EU-Kunden höhere Kosten beim Einkauf bei ausländischen Anbietern. Selbst kleine Bestellungen werden belastet, und Paketdienste könnten weitere Gebühren erheben. Verbraucher sollten die Konditionen vor dem Kauf sorgfältig durchlesen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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