24 March 2026, 08:06

Evonik profitiert von Methionin-Boom und erhöht Preise um 10 Prozent

Eine Balkendiagramm-Illustration der europäischen Kunststoffmarkttrends im Jahr 2017 mit begleitendem erklärendem Text.

Evonik profitiert von Methionin-Boom und erhöht Preise um 10 Prozent

Der Aktienkurs von Evonik ist aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Methionin – einem wichtigen Futtermittelzusatz – deutlich gestiegen. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben die Lieferketten beeinträchtigt und die Preise in die Höhe getrieben. Das Unternehmen rechnet infolgedessen mit höheren Gewinnen im Futtermittelsegment.

Die Chemiegruppe hat zudem eine globale Preiserhöhung von 10 % für ihre Methionin-Marke MetAMINO® angekündigt und begründet dies mit der steigenden Nachfrage und stabilen Energiepreisen. Anleger verfolgen die Entwicklungen gespannt vor dem Quartalsbericht für das erste Quartal, der am 8. Mai 2026 erwartet wird.

In den vergangenen zwei Jahren ist die weltweite Methionin-Nachfrage jährlich um 4 bis 6 % gewachsen. Treiber dieses Trends sind steigende Viehbestände und höhere Proteinanforderungen in der Tierhaltung. Die größten Abnehmer bleiben China mit einem Marktanteil von etwa 40 %, gefolgt von den USA (15–20 %), Brasilien (10–12 %) sowie EU-Ländern wie Deutschland und Spanien.

Evoniks Preisanpassung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine EBITDA-Prognose für 2026 von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro bestätigt. Stabile Energiepreise und höhere Methionin-Erlöse sollen die Margen in der Futtermittelsparte verbessern. Allerdings lag die Kapitalrendite (ROCE) des Konzerns im Jahr 2025 bei nur 6,1 % – deutlich unter dem mittelfristigen Ziel von 11 %.

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Jenseits der Tierernährung hat Evonik eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Lösung auf den Markt gebracht, um strengere Umweltvorschriften zu erfüllen. Der Schritt steht im Einklang mit verschärften Regularien für langlebige Chemikalien. Unterdessen hat Goldman Sachs kürzlich eine Stimmrechtsmitteilung eingereicht, was auf anhaltendes Interesse institutioneller Anleger hindeutet.

Für Aktionäre hat Evonik eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie für 2025 festgelegt. Ab 2026 wird die Ausschüttungsquote auf 40 bis 60 % des bereinigten Nettoergebnisses angepasst – eine Änderung der Dividendenpolitik des Unternehmens.

Die Verknappung des Methionin-Angebots und die Preisanpassungen dürften die finanzielle Performance von Evonik im Jahr 2026 stärken. Der anstehende Quartalsbericht am 8. Mai wird weitere Einblicke in die Ertragslage und Marktbedingungen geben. Aktionäre können sich zudem auf eine überarbeitete Dividendenstruktur ab dem nächsten Jahr freuen, bei der die Ausschüttungen enger an das bereinigte Nettoergebnis geknüpft werden.

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