Ex-FDP-Mann Wissing fordert radikale Neuausrichtung seiner alten Partei
Ella WagnerEx-FDP-Mann Wissing fordert radikale Neuausrichtung seiner alten Partei
Der ehemalige FDP-Politiker Volker Wissing hat die Freien Demokraten aufgefordert, ihre Ausrichtung grundlegend zu überdenken. Seine Äußerungen erfolgen nach dem Scheitern der Ampelkoalition unter Bundeskanzler Olaf Scholz, das zu seinem Austritt aus der Partei führte. Wissing bleibt jedoch als Parteiloser weiter Mitglied der Bundesregierung.
Wissing hatte zuvor das Amt des FDP-Generalsekretärs inne, bevor er die Partei verließ. Er kritisierte die aktuelle Führung unter Christian Dürr dafür, einen "libertären Kurs" einzuschlagen und kurzfristigen Trends hinterherzulaufen. Nach Wissings Ansicht hat diese Strategie der Partei keinen Wahl-Erfolg gebracht.
Die FDP steht nun vor einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz zwischen Dürr und Henning Höne; eine Entscheidung wird auf dem Parteitag im Mai erwartet. Wissing stellte infrage, ob die Partei den Wählern eine klare Zukunftsvision bietet. Zudem warnte er, die FDP riskiere ihre Identität zu verlieren, wenn sie zu weit nach rechts rücke.
Die Abstimmung im Mai wird die nächste Weichenstellung für die Partei markieren. Wissings Aussagen unterstreichen die Sorgen über die Strategie der FDP und ihre anhaltenden Wahlniederlagen. Das Ergebnis könnte die Position der Liberalen in der deutschen Politik auf Jahre hinaus prägen.






