27 April 2026, 12:11

Gewerkschaft warnt: Soziale Spaltung in Deutschland gefährdet die Demokratie

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Gewerkschaft warnt: Soziale Spaltung in Deutschland gefährdet die Demokratie

Gewerkschaft NGG Leipzig-Halle-Dessau warnt vor wachsender sozialer Spaltung in Deutschland

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Leipzig-Halle-Dessau hat alarmierend darauf hingewiesen, dass die aktuelle Politik in Deutschland die soziale Spaltung vertieft. Die Organisation kritisiert, dass die Kluft zwischen Arm und Reich durch ungerechte Steuerlasten und veraltete Regelungen immer größer werde.

Besonders eklatant sei der Unterschied bei der Besteuerung: Während ein durchschnittliches Ehepaar rund 43 Prozent seines Einkommens an Steuern und Sozialabgaben abführe, würden Kapitalerträge pauschal mit nur 25 Prozent besteuert. Erbschafts- und Vermögenssteuern machten zudem lediglich 1,1 Prozent der gesamten Staatseinnahmen aus – ein Wert, den die NGG als inakzeptabel niedrig bezeichnet.

In Halle (Saale) zeige sich die Ungleichheit besonders deutlich: 42 Millionäre leben dort neben etwa 102.300 Beschäftigten in Handel, Industrie und Dienstleistung. Die Gewerkschaft moniert zudem, dass das Ehegattensplitting Frauen von der Erwerbstätigkeit abhalte und überholte Rollenbilder zementiere.

Soziale Ungleichheit gefährdet Demokratie Christian Ullmann, Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau, warnt, dass diese Ungerechtigkeiten die Unterstützung für rechtsextreme Bewegungen stärkten und die Demokratie untergraben. Die Gewerkschaft fordert daher grundlegende Reformen: höhere Spitzensteuersätze, eine gerechtere Vermögensverteilung und eine Anpassung der Erbschaftssteuer.

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An die Politiker der CDU-SPD-Koalition richtet die NGG den Appell, endlich zu handeln. Gefordert werden die Abschaffung des Ehegattensplittings, eine Reform der Rentenpolitik sowie bessere Finanzierung im Gesundheitswesen, um die gesellschaftliche Zerrüttung zu stoppen.

Die Warnungen der Gewerkschaft kommen zu einer Zeit, in der die Sorge um die wirtschaftliche und soziale Stabilität Deutschlands wächst. Ohne Kurskorrektur, so die NGG, werde sich die Schere zwischen wohlhabenden und Arbeitnehmerhaushalten weiter öffnen. Reformen seien dringend nötig, um die Demokratie zu schützen und die Ungleichheit zu verringern.

Quelle