29 April 2026, 04:21

Giffey warnt: Spritsteuersenkung könnte Autofahrer kaltlassen – wer profitiert wirklich?

Diagramm zeigt Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit zwei Linien, die den Trend der Preise über die Zeit darstellen, eine abnehmend (blau) und eine zunehmend (grün).

Giffey warnt: Spritsteuersenkung könnte Autofahrer kaltlassen – wer profitiert wirklich?

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey warnt: Geplante Spritsteuersenkung könnte an Verbraucher nicht weitergegeben werden

Berlins Senatorin für Wirtschaft, Franziska Giffey, hat davor gewarnt, dass die von der Bundesregierung beschlossene Senkung der Kraftstoffsteuer die Preise an der Zapfsäule möglicherweise nicht wie erhofft sinken lässt. Die Maßnahme, die am 1. Mai in Kraft treten soll, sieht eine Steuerermäßigung von 16,7 Cent pro Liter vor. Doch Giffey zweifelt daran, dass Autofahrer davon spürbar profitieren werden.

Die Steuerentlastung ist Teil eines umfassenderen Plans, um Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten. Die Ampelkoalition hatte sich auf eine zweimonatige Rabattaktion geeinigt, die den Staat schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro kosten wird. Giffey befürchtet jedoch, dass Mineralölkonzerne den Großteil der Ersparnis einbehalten, statt sie an die Verbraucher weiterzugeben.

Die Preise für Benzin und Diesel sind in Deutschland seit der Zuspitzung der Spannungen mit dem Iran stärker gestiegen als in anderen EU-Ländern. Giffey warf Teilen der Ölindustrie vor, die Krise für überhöhte Gewinne auszunutzen, und bezeichnete sie als "Krisengewinnler und Profiteure". Sie forderte schärfere Maßnahmen, um sowohl die Spritpreise als auch die Unternehmensmargen zu deckeln.

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Als Vorbild nannte sie Nachbarländer wie Polen, Belgien und Luxemburg, die bereits Preisobergrenzen eingeführt haben, um übermäßige Aufschläge zu verhindern. Giffey besteht darauf, dass Deutschland mit entschlosseneren Schritten nachziehen müsse.

Die Kraftstoffsubvention läuft ab dem 1. Mai für zwei Monate und senkt die Steuer um 16,7 Cent pro Liter. Doch ohne strengere Kontrollen, so Giffeys Warnung, könnten Autofahrer am Ende leer ausgehen. Die Regierung sieht sich nun mit Forderungen konfrontiert, die Gewinne der Ölkonzerne und die Preise an den Tankstellen zu begrenzen.

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