Grüne Sprecherin Badum nennt neues Heizungsgesetz ein "Chaos ohne Strategie"
Tim LangGrüne Sprecherin Badum nennt neues Heizungsgesetz ein "Chaos ohne Strategie"
Die neue Heizungsgesetzgebung der Bundesregierung ist auf scharfe Kritik der klimapolitischen Sprecherin der Grünen, Lisa Badum, gestoßen. Sie bezeichnete den Gesetzentwurf als ein „Chaos-Gesetz“ ohne klare Strategie, um die gesteckten Ziele für grüne Energien zu erreichen.
Die geplante Regelung, die vom Kabinett abgesegnet wurde, zielt darauf ab, den Anteil klimafreundlicher Heizstoffe ab 2029 schrittweise zu erhöhen. Doch sowohl Wirtschaftsverbände als auch Oppositionspolitiker zweifeln ernsthaft an der Umsetzbarkeit des Vorhabens.
In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland übt Badum heftige Kritik an den Regierungsplänen. Sie nannte die Politik eine „Biogas-Treppe ins Nichts“ und warf der Regierung vor, es fehle ein realistischer Fahrplan, um ausreichend Biobrennstoffe zu sichern. Der Gesetzentwurf sieht einen schrittweisen „Hochlauf von Biobrennstoffen“ vor, mit steigenden Anteilen an grünen Heizstoffen bis 2040.
Die Regierung räumte ein, keine verlässlichen Schätzungen zum künftigen Bedarf oder Angebot an Biobrennstoffen vorlegen zu können. Diese Aussage erfolgte als Reaktion auf eine parlamentarische Anfrage Badums. Zudem warf sie der Regierung vor, der Erdgaslobby ein Geschenk zu machen, während Mieter mit hohen Kosten allein gelassen würden.
Auch die Wirtschaftsverbände BDEW und VKU schlossen sich der Kritik an. Beide forderten Klarheit über das tatsächlich verfügbare Biopotenzial sowie konkrete Maßnahmen zur Ausweitung der Versorgung. Ohne diese, warnten sie, blieben die ehrgeizigen Ziele des Gesetzes unerreichbar.
Das Heizungsgesetz steht nun vor massivem Widerstand aus Politik und Wirtschaft. Kritiker bemängeln, dass es Haushalte finanziell belaste, ohne die notwendige Versorgung mit grünen Brennstoffen zu garantieren. Noch hat die Regierung nicht dargelegt, wie sie diese Bedenken bis zum Inkrafttreten der Regelung 2029 ausräumen will.






