18 April 2026, 00:13

Hitzige Bundestagsdebatte: Merz' Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen entfachen Streit

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Hitzige Bundestagsdebatte: Merz' Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen entfachen Streit

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, bei der Bundeskanzler Friedrich Merz scharfe Kritik einstecken musste. Während der Sitzung brachte Merz die Zunahme solcher Angriffe mit Migranten in Verbindung – und löste damit vehementen Widerspruch des SPD-Fraktionschefs Matthias Miersch aus. Der Wortwechsel offenbarten tiefe Gräben in der Frage, wie das Problem angegangen werden soll.

Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete die Diskussion mit einer Verurteilung der wachsenden Gewalt gegen Frauen, sowohl im realen Leben als auch im Netz. Anschließend behauptete er, ein erheblicher Teil dieser Straftaten gehe auf das Konto von Migranten.

Daraufhin warf Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Merz vor, Zuwanderer pauschal an den Pranger zu stellen. Miersch betonte, Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht an eine bestimmte Nationalität oder Religion gebunden. Er forderte, die Ursachen umfassend zu analysieren, statt eine einzelne Gruppe verantwortlich zu machen.

Später bezeichnete Miersch die Äußerungen des Kanzlers als unangemessen und warnte, die Problematik auf Migranten zu reduzieren, sei irreführend und schädlich.

Die Debatte legte gegensätzliche Positionen offen, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Während Merz den Fokus auf Migranten legte, plädierte Miersch für eine breitere Aufarbeitung des Themas. Die Uneinigkeit stellt die Abgeordneten nun vor die Frage, welche Schritte als Nächstes eingeleitet werden sollen.

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