30 March 2026, 10:06

Hunderte protestieren in Bonn gegen sexualisierte Gewalt nach Ulmen-Vorwürfen

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein 'Solidarität und Feminismus'-Schild, mit geparkten Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Hunderte protestieren in Bonn gegen sexualisierte Gewalt nach Ulmen-Vorwürfen

Hunderte Demonstrant:innen gingen am Sonntag in Bonn auf die Straße, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren und mehr Engagement in dieser Frage zu fordern. Anlass war eine aktuelle Der Spiegel-Recherche zu Vorwürfen digitaler Misshandlung durch den Schauspieler Christian Ulmen gegen seine Ex-Frau, die Schauspielerin Collien Fernandes. Über 500 Menschen versammelten sich vor dem alten Rathaus und forderten besseren Schutz sowie Konsequenzen für Täter.

Die Kundgebung wurde von einem Bündnis aus Bonner Stadtratsparteien organisiert, darunter die Grünen, CDU, SPD und Volt. Alle Redner:innen betonten auf der Veranstaltung, wie wichtig es sei, dass Männer Verantwortung übernehmen, um Frauenhass und Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen.

Viele Demonstrant:innen hielten Schilder mit prägnanten Botschaften hoch. Auf einem stand "Girls just wanna be safe" – eine Anspielung auf Cindy Laupers Hit "Girls Just Wanna Have Fun". Ein anderes Plakat verkündete "Wir sind wütend" und spiegelte die Empörung der Menge wider.

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Die Bonner Demonstration folgte nur einen Tag nach einer Großkundgebung in Köln, an der sich mehr als 5.000 Menschen gegen sexualisierte Gewalt beteiligten. Dort kritisierte Tim Achtermeyer, Co-Vorsitzender der nordrhein-westfälischen Grünen, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dafür, sich nicht stärker für schärfere Gesetze zum Schutz von Frauen einzusetzen. Auch CDU-Politikerinnen aus der Frauen-Union forderten bessere Schutzmaßnahmen – ihre Appelle blieben jedoch zunächst ohne konkrete Reaktion.

Die Proteste in Bonn zeigten die wachsende öffentliche Wut über sexualisierte Gewalt. Zwar wurden keine neuen politischen Maßnahmen angekündigt, doch der Druck auf die Politik, das Thema endlich anzugehen, steigt. Die Forderungen nach Veränderung folgten einem Wochenende mit massiven Mobilisierungen in der Region.

Quelle