Junge Gründer überzeugen in Höhle der Löwen mit kreativen Start-up-Ideen
Tim LangFormer Boxer Axel Schulz Guest Grillmaster - Junge Gründer überzeugen in Höhle der Löwen mit kreativen Start-up-Ideen
Eine neue Welle junger Unternehmer präsentierte in Die Höhle der Löwen ihre Ideen – von waschbarer Textilfarbe bis hin zu medizinischen Notfallgeräten. Unter ihnen waren Studenten, ein Rettungssanitäter und ein erfahrener Geschäftsmann, die alle nach Investitionen für ihre Start-ups suchten. Manche gingen mit Deals nach Hause, andere mussten harte Kritik der Jury einstecken.
Die Studentinnen Anna Hadzelek und Emmy Schumacher entwickelten eine Textilfarbe, die sich in der Waschmaschine vollständig auswäscht. Ihr Plan sieht vor, die Farbe ausschließlich in ihrem eigenen T-Shirt-Druckladen zu nutzen, um bedruckten Shirts – etwa von Wahlkampagnen oder Junggesellenabschieden – ein zweites Leben zu ermöglichen. Das Konzept verzichtet bewusst auf den Verkauf der Farbe an Dritte und hält die Produktion im eigenen Haus.
Der 16-jährige Philipp stellte eine Online-Plattform vor, die Bewerbungen für Ausbildungsplätze vereinfachen soll. Der 17-jährige Christopher hingegen pitchte Peak Protect, eine Handysicherheitslösung für Outdoorsportler, und forderte 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Er erhielt Angebote von zwei Investoren, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel, und entschied sich schließlich für eine Partnerschaft mit Dümmel.
Die Rettungssanitäterin Nicole Oudes präsentierte Heartbeat Revival, ein kompaktens Schlüsselanhänger-Gerät, das im Notfall klare Anweisungen gibt. Sie suchte 160.000 Euro für 20 Prozent ihres Unternehmens. Heinz Pöttinger, ein weiterer Kandidat, warb für Purora, eine gesundheitsorientierte Ernährungsmarke, die fertige Mahlzeiten in Gläsern anbietet – praktisch für den Mixer. Er bat um 300.000 Euro im Austausch für 10 Prozent der Firma. Doch Investorin Janna Ensthaler winkte ab, nannte sein Konzept "Unsinn" und riet ihm, größer zu denken.
Bevor Axel Schulz in der Show auftrat, hatte er sich bereits mit Axel Schulz Grill einen Namen gemacht – einem Unternehmen für hochwertige Grills und Zubehör. Als Gründer und Markenvertreter nutzte er seinen Auftritt, um sich als Gast-Grillmeister zu präsentieren.
Die Familie Pöttinger hat bisher sieben Millionen Euro in Purora investiert, doch das Start-up erzielte bisher nur eine halbe Million Euro Umsatz. Trotz der finanziellen Lücke bleibt das Konzept auf die Erweiterung des Sortiments an vorgefertigten Mahlzeiten fokussiert.
Die Folge zeigte ein breites Spektrum innovativer Ideen – von praktischen Lösungen wie waschbarer Farbe bis hin zu lebensrettenden Geräten. Einige Unternehmer sicherten sich Investitionen, andere erhielten wertvolles Feedback, um ihre Strategien zu überarbeiten. Die Ergebnisse werden entscheiden, wie sich diese Start-ups in ihren jeweiligen Märkten weiterentwickeln.