Kai Wegner kämpft um seine politische Zukunft vor der Berliner Landtagswahl
Greta SchneiderKai Wegner kämpft um seine politische Zukunft vor der Berliner Landtagswahl
Die CDU hat Kai Wegner als ihren Spitzenkandidaten für die anstehende Landtagswahl bestätigt. Der Beschluss fiel am Dienstagabend auf dem Landesparteitag. Es gab keine weiteren Bewerber, die seine Position herausgefordert hätten.
Kai Wegner wurde im April 2023 Regierender Bürgermeister Berlins, nachdem er die Wahl am 12. Februar desselben Jahres gewonnen hatte. Sein Sieg kam überraschend: Die CDU erreichte 28,2 Prozent der Stimmen, während die SPD auf 18,4 und die Grünen auf 18,3 Prozent kamen.
Mit nur noch 100 Tagen bis zur Landtagswahl am 20. September könnte seine Amtszeit bald enden. Selbst wenn das Ergebnis die CDU aus einer neuen Koalition ausschließt, bliebe Wegner bis zur Wahl eines Nachfolgers – voraussichtlich bis Dezember – kommissarisch im Amt.
Auf dem Parteitag erinnerte er die Delegierten daran, dass Umfragen sich unerwartet ändern können, und verwies auf seinen eigenen Sieg 2023 als Beleg. Doch kaum jemand rechnet diesmal mit einer Wiederholung dieses Überraschungserfolgs. Seine Zeit als Regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender würde mit der Wahl vermutlich enden – nach nur drei Jahren an der Spitze.
Die Wahl am 20. September könnte Wegners kurze Amtszeit als Regierender Bürgermeister beenden. Ein neuer Regierungschef würde dann spätestens bis Dezember das Amt übernehmen. Auch seine Rolle als Landesparteivorsitzender dürfte mit dem Wahlergebnis enden.






