"Kick gegen Rassismus": Bergisch Gladbach feiert Vielfalt mit Fußballturnier ohne Schiedsrichter
Matteo Wolf"Kick gegen Rassismus": Bergisch Gladbach feiert Vielfalt mit Fußballturnier ohne Schiedsrichter
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit Fußballturnier "Kick gegen Rassismus"
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier unter dem Titel "Kick gegen Rassismus" zu Ende. Organisiert wurde die Veranstaltung vom lokalen "Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt", das neun Mannschaften unter dem Kampagnenmotto "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und rechtsextreme Ideologien" zusammenbrachte. Schirmherr der Initiative war Bürgermeister Marcel Kreutz, der damit ein Zeichen für Solidarität und gelebte Vielfalt in der Stadt setzte.
Das Turnier fand ohne Schiedsrichter statt – stattdessen setzten die Teilnehmer auf Fairplay und gegenseitigen Respekt. Insgesamt wurden 36 Spiele ausgetragen. Unter den neun Teams waren zwei Mannschaften der Abou-Bakr-Moschee/Islamischen Gemeinde sowie eine der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG). Letztere sicherte sich schließlich den Turniersieg, der in Anwesenheit von Bürgermeister Kreutz gefeiert wurde.
Statt Pokale oder Medaillen erhielt jedes Team ein symbolisches Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus". Die Veranstaltung bildete den Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus, einer jährlichen Kampagne des Deutschen Instituts für Menschenrechte. In diesem Jahr umfasste die bundesweite Aktion über 3.700 Veranstaltungen – darunter Sport- und Kulturprojekte in Städten wie Ingolstadt und Bottrop. Das Bergisch Gladbacher Bündnis, 2024 gegründet, vereint mittlerweile mehr als 30 lokale Organisationen, die sich für eine inklusive und diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen.
Das Turnierformat und der Fokus auf Zusammenarbeit spiegelten die übergeordneten Ziele des Bündnisses wider: Durch Dialog und gemeinsame Erlebnisse sollten die Verbindungen zwischen verschiedenen sozialen und religiösen Gruppen in der Stadt gestärkt werden. Zwar ging der IGMG Bergisch Gladbach e.V. als Sieger hervor, im Mittelpunkt stand jedoch nicht der Wettbewerb, sondern der Zusammenhalt. Die symbolischen Banner unterstrichen die Botschaft, dass Rassismus in der Stadt keinen Platz hat.
Als Teil einer bundesweiten Bewegung zeigte die Veranstaltung, wie bürgerschaftliches Engagement und lokale Partnerschaften die Menschenwürde und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern können.






