18 March 2026, 14:04

Kinderschützer fordern Stopp von Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Marineblauer Blazer mit dem Wort 'Armada' und einem Aufdruck.

Kinderschützer fordern Stopp von Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen Online-Plattformen ausgesprochen, die Kleidung mit Bezug zu Jeffrey Epstein verkaufen. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte den Verkauf von Sweatshirts und T-Shirts, die auf den verurteilten Sexualstraftäter anspielen, als sowohl obszön als auch schädlich. Die Organisation argumentiert, dass solche Artikel Epsteins Verbrechen verharmlosen und seine Berüchtigung für Profitzwecke ausnutzen.

Der Streit entbrannte, nachdem auf Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay Sweatshirts mit den Initialen JEE (Jeffrey Edward Epstein) aufgetaucht waren. Einige T-Shirts zeigten zudem Abbildungen Epsteins neben dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, eingerahmt in ein rotes Herz. Mouv'Enfants betonte, Epstein sei keine Kulturikone, sondern ein Pädokrimineller, der sich systematischer sexualisierter Gewalt an Minderjährigen schuldig gemacht habe.

Der Gründer der Organisation, Arnaud Gallais, kritisierte große Digitalplattformen dafür, solche Verkäufe nicht wirksam zu überwachen. Er verwies auf frühere Vorfälle, darunter den Online-Handel mit kindchenhaften Sexpuppen Ende 2025, als Beleg für anhaltende Straflosigkeit. Mouv'Enfants argumentiert, dass die Zulassung dieser Produkte Epsteins Taten normalisiere und aus dem Leid seiner Opfer Profit schlage.

Als Reaktion erklärten Vinted und eBay, die Sweatshirts zu entfernen. Vinted betonte, dass Artikel, die sexualisierte Gewalt verherrlichen, nach seiner Null-Toleranz-Politik strikt verboten seien. Die Maßnahmen folgen früheren Schritten von Plattformen wie Etsy, Amazon und Facebook, die seit 2019 Epstein-bezogene Waren – etwa T-Shirts mit der Aufschrift "Epstein hat sich nicht selbst umgebracht" – gelöscht haben.

Das Problem spiegelt größere Bedenken hinsichtlich des Online-Handels im Zusammenhang mit prominenten Fällen von Menschenhandel wider. In den vergangenen Jahren sahen sich Persönlichkeiten wie Prinz Andrew, Bill Clinton und Sean "Diddy" Combs mit Vorwürfen in Verbindung mit ähnlichen Netzwerken konfrontiert. Nach Combs' Festnahme 2024 entfernten Plattformen umgehend Merchandise-Artikel mit Bezug zu ihm und verschärften damit ihre Richtlinien gegen Inhalte, die sexualisierte Gewalt verherrlichen oder ausbeuten.

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Mouv'Enfants fordert strengere Kontrollen, um den Verkauf von Artikeln im Zusammenhang mit verurteilten Sexualstraftätern zu unterbinden. Zwar haben einige Plattformen zugesagt, die Produkte zu entfernen, doch die Organisation besteht darauf, dass mehr getan werden muss, um die Kommerzialisierung solcher Inhalte zu stoppen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung schädlicher Inhalte auf großen Online-Marktplätzen.

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