Klimaschutzprogramm 2026: Fridays for Future wirft Regierung Rückschritte vor
Tim LangKlimaschutzprogramm 2026: Fridays for Future wirft Regierung Rückschritte vor
Das neueste Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung steht in scharfer Kritik von Aktivist:innen. Die Bewegung Fridays for Future (FFF) wirft dem Plan vor, es fehle an der nötigen Entschlossenheit, um die Klimakrise wirksam zu bekämpfen. Die Sprecherin Linda Kastrup betonte, dass zentrale Vorhaben statt voranzukommen sogar Rückschritte machen würden.
Kastrup nannte konkrete Beispiele, bei denen Fortschritte stocken oder rückgängig gemacht wurden. Besonders kritisierte sie das Netzentwicklungsprogramm, das Gebäudeenergiegesetz sowie das Erneuerbare-Energien-Gesetz als gravierende Rückschläge. Diese Maßnahmen untergrüben ihrer Ansicht nach die Bemühungen, erneuerbare Energien und nachhaltige Wärmeversorgung auszubauen.
Die Aktivistin verwies zudem darauf, dass die aktuelle Politik in den Bereichen Energie, Wärme und Verkehr in die falsche Richtung steuere. Zwar hätten einige Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern neue Windenergieanlagen genehmigt, doch gebe es bundesweit keine umfassenden Daten zu den Gesamtgenehmigungen von Windrädern seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2024. Kastrup machte deutlich, dass der Regierungsplan den eigenen Klimaversprechen nicht gerecht werde.
Die Kritik von FFF kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bewegung vehementere Maßnahmen fordert, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Die Organisation besteht darauf, dass das Land ohne mutigere Schritte seine Umweltverpflichtungen weiter verfehlen werde.
Das Klimaschutzprogramm 2026 der Regierung sieht sich nun unter Druck, auf diese Bedenken zu reagieren. Aktivist:innen fordern einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren sowie strengere Vorgaben für Wärmeversorgung und Verkehr. Ohne Kurskorrekturen, so die Warnung, bleibe das Erreichen der deutschen Klimaziele in weiter Ferne.






