24 March 2026, 10:06

Lales zerrüttete Kindheit: Ein Buch über Missbrauch, Drogen und Überleben in einer Berliner WG

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Berlin auf dem Cover, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, begleitet von Texten über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

Lales zerrüttete Kindheit: Ein Buch über Missbrauch, Drogen und Überleben in einer Berliner WG

"Den Himmel mit beiden Händen halten" – Ein neues Buch erzählt von Lales zerrütteter Kindheit

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In ihrem neuen Buch "Den Himmel mit beiden Händen halten" schildert eine Frau namens Lale ihre erschütternde Kindheit, geprägt von Vernachlässigung, Missbrauch und extremen Bedingungen in einer Berliner Männer-WG. Die Geschichte beginnt in den 1980er-Jahren, als revolutionäre Ideale auf eine chaotische Realität aus Drogen, Alkohol und Instabilität trafen.

Mit nur achtzehn Monaten wurde Lale in staatliche Obhut genommen, nachdem sie versehentlich Rohypnol-Tabletten geschluckt hatte, die ihre drogenabhängige Mutter liegen gelassen hatte. Zuvor lebte sie in der Männer-WG, in der Frauen meist nur vorübergehende Figuren waren – außer ihr, denn sie war immer da. Doch die Umgebung war alles andere als sicher: Exzessives Trinken, harte Drogen und ständige Partys prägten den Alltag, während im Hintergrund politische Debatten tobten.

Schon früh war Lale giftigen Substanzen und körperlicher Gefahr ausgesetzt. Einer der Mitbewohner missbrauchte sie sexuell. Die Schule wurde zu ihrem einzigen Rückzugsort – doch mit der Pubertät stürzte sie in Sucht und instabile Beziehungen ab.

Ihr Vater, der in ihren frühen Jahren im Gefängnis saß, zog später in die WG ein. Zu diesem Zeitpunkt ahnte er nichts von den Qualen, die seine Tochter durchlitten hatte. Das Buch zeichnet nach, wie ihre traumatischen Erfahrungen tiefe Spuren hinterließen, lange nachdem sie die WG verlassen hatte.

Die Erinnerungen bieten einen schonungslosen Bericht über das Überleben unter fast unmöglichen Bedingungen. Lales Weg – von der staatlichen Fürsorge bis in die Abhängigkeit – zeigt die langfristigen Folgen früher Traumata. Zwar gibt es keine öffentlichen Akten, die ihren konkreten Fall bestätigen, doch das Buch steht als persönliches Zeugnis von Widerstandsfähigkeit angesichts systemischen und persönlichen Versagens.

Quelle