Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextilien-Entsorgung radikal
Matteo WolfLandkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextilien-Entsorgung radikal
Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Textilsammlung um
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert die Art und Weise, wie er Alttextilien sammelt. Die Umstellung erfolgt zu einer Zeit, in der der Secondhand-Kleidermarkt in ganz Deutschland und Europa mit Schwierigkeiten kämpft. Die Behörden reduzieren nun die Anzahl der Abwurfcontainer und setzen stattdessen auf zentrale Sammelstellen.
Jährlich werden im Landkreis etwa 300 Tonnen Alttextilien gesammelt – das entspricht rund 2,5 Kilogramm pro Einwohner. Akzeptiert werden tragbare Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Taschen oder Gürtel. Stark verschmutzte Textilien, Teppiche, Matratzen und Hausmüll werden hingegen nicht mehr angenommen.
Die Änderungen sind bereits in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön in Kraft getreten. Die Bewohner können ihre Alttextilien nun am Recyclinghof in Kaltennordheim abgeben. Die Einrichtung hat von Dienstag bis Samstag geöffnet, wobei sich die Öffnungszeiten täglich unterscheiden.
Für den Bereich Hohe Rhön werden weitere Anpassungen noch geprüft. Die Umstellung des Landkreises folgt allgemeinen Marktschwierigkeiten, zu denen auch Insolvenzen in der Textil- und Recyclingbranche zählen. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu Textilsortierbetrieben vor, doch die allgemeinen Insolvenzdaten zeigen in den letzten Jahren einen rückläufigen Trend bei Entsorgungsfällen.
Das neue System soll die Textilentsorgung effizienter gestalten – angesichts eines zusammenbrechenden Secondhand-Marktes. Die Bürger müssen nun festgelegte Sammelstellen nutzen, statt frei zugängliche Container. Ob weitere Änderungen folgen, haben die Verantwortlichen noch nicht bestätigt.






