Lia Rodrigues erhält Katholischen Kunstpreis für Tanz und sozialen Einsatz
Tim LangLia Rodrigues erhält Katholischen Kunstpreis für Tanz und sozialen Einsatz
Die brasilianische Choreografin und Sozialarbeiterin Lia Rodrigues ist mit dem Katholischen Kunst- und Kulturpreis Deutschland ausgezeichnet worden, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Die 65-Jährige nahm die Ehrung am 28. September 2021 in Solingen entgegen – während einer Feier im Theater- und Konzerthaus Solingen, in der Pina-Bausch-Halle. Gewürdigt wurde damit ihr lebenslanges Engagement für Tanz und soziale Gerechtigkeit.
Verliehen wurde der Preis von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Bischof Dr. Georg Bätzing lobte Rodrigues für ihren mutigen Widerstand, den sie durch Bewegung ausdrückt. Die Jury unter Leitung von Prof. Gabriele Brandstetter betonte, wie ihr Tanztheater aus der Solidarität mit den am stärksten Benachteiligten der Gesellschaft erwächst.
Prof. Dr. Thomas Sternberg hob Rodrigues’ Bescheidenheit und ihren Appell für eine „zuhörende Kirche“ hervor. Auch Peter Limbourg würdigte ihre außergewöhnliche Arbeit in den Favelas von Rio de Janeiro, wo sie Kunst mit Aktivismus verbindet. Rodrigues selbst dankte den Veranstaltern und äußerte die Hoffnung, die Zukunft der Kunst weiter mitgestalten zu können.
In diesem Jahr wurde der Preis zum zehnten Mal seit seiner Einführung 1990 vergeben. Frühere Preisträger kamen aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen, doch Rodrigues’ Verbindung von Choreografie und gesellschaftlichem Engagement stach besonders hervor.
Die Zeremonie feierte Rodrigues’ Beiträge zu Kultur und Gemeinschaft. Ihr Wirken in Tanz und Advocacy-Arbeit bleibt vorbildhaft – insbesondere in benachteiligten Regionen. Die 25.000 Euro Preisgeld sollen ihre laufenden Projekte in Brasilien und darüber hinaus unterstützen.






