07 May 2026, 00:09

Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten und optimistischer Prognose für 2026

Eine Liniengrafik mit der Bezeichnung "Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten" auf einem weißen Hintergrund zeigt zwei Linien: eine stetig ansteigende blaue Linie, die eine Abnahme der Treibstoffpreise über die Zeit anzeigt, und eine grüne Linie, die etwas darüber liegt und einen Anstieg der Preise anzeigt.

Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten und optimistischer Prognose für 2026

Lufthansa hat für das erste Quartal 2026 einen geringeren als erwarteten Verlust gemeldet, was die Aktie um über 8 % steigen ließ. Trotz anhaltender Herausforderungen zeigt sich die Fluggesellschaft zuversichtlich, ihre langfristigen Finanzziele zu erreichen.

Das Unternehmen kündigte zudem Anpassungen am Sommerflugplan an und strich 20.000 Flüge, da es Befürchtungen wegen Treibstoffknappheit gibt. Dennoch rechnet Lufthansa damit, dass die Versorgungslage bis Juni stabil bleibt.

Im ersten Quartal verzeichnete die Airline einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro – eine Verbesserung im Vergleich zur Prognose der Analysten, die mit einem Minus von 659 Millionen Euro gerechnet hatten. Die Umsätze stiegen um 8 % auf 8,7 Milliarden Euro, blieben damit aber hinter den Erwartungen der Marktexperten zurück, die 9,3 Milliarden Euro vorausgesagt hatten.

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Ein Teil der finanziellen Belastung wird auf die gestiegenen Treibstoffkosten zurückgeführt, die sich allein in diesem Jahr aufgrund des Konflikts im Iran um 1,7 Milliarden Euro erhöht haben. Um Risiken zu minimieren, bereitet Lufthansa nun Notfallpläne für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika vor.

Trotz dieser Herausforderungen hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose für 2026 fest und strebt ein Ergebnis deutlich über den 1,96 Milliarden Euro des Vorjahres an. Für den Zeitraum zwischen 2028 und 2030 hat Lufthansa zudem eine Gewinnmargen-Zielspanne von 8 % bis 10 % festgelegt.

Analysten wie Andrew Lobbenberg von Barclays zeigen sich optimistisch hinsichtlich der künftigen Erträge pro Einheit. Dennoch hat die Fluggesellschaft bereits vorsorglich 20.000 Flüge aus dem Sommerplan gestrichen, um möglichen Treibstoffengpässen vorzubeugen. Lufthansa versicherte Investoren, dass die Treibstoffversorgung an den wichtigsten Drehkreuzen bis Juni gesichert sei.

Da die Quartalsergebnisse die Erwartungen übertrafen, stieg der Aktienkurs um 8 %. Angesichts steigender Treibstoffkosten und geopolitischer Spannungen, die den Betrieb beeinträchtigen, passt Lufthansa weiterhin ihre Strategie an – ohne dabei die langfristigen Finanzziele aus den Augen zu verlieren. Die nächsten Schritte des Unternehmens konzentrieren sich darauf, die Treibstoffversorgung zu stabilisieren und die Profitabilität in einem schwierigen Marktumfeld zu sichern.

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