Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordzahlen
Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – Mönchengladbach als positive Ausnahme
Der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken, mit einem deutlichen Rückgang bei den Fertigstellungen. Während das Land insgesamt kämpft, sticht Mönchengladbach als seltene Erfolgsgeschichte hervor. Mit ehrgeizigen Maßnahmen hat die Stadt ihre Bauquote deutlich über den Landesdurchschnitt gesteigert.
In Nordrhein-Westfalen wurden 2025 nur noch 37.185 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bauquote liegt damit bei 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner, dem niedrigsten Wert seit 2011. Auch die Baugenehmigungen brachen ein: Seit 2020 gingen sie um 27,4 Prozent zurück.
Steigende Kosten und höhere Zinsen verschärfen die Lage. Während Baukredite noch 2022 nahe null lagen, bewegen sich die Zinsen nach den Leitzinserhöhungen nun zwischen drei und vier Prozent. Anfang 2025 stiegen die Baukosten für Wohngebäude zusätzlich um 3,2 Prozent, was die Entwickler weiter unter Druck setzt.
Mönchengladbach jedoch schwimmt gegen den Strom. Die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative der Stadt, die mit einer Kapitalerhöhung von 43 Millionen Euro für das kommunale Wohnungsunternehmen WohnBau an den Start ging, zeigt Wirkung. 2025 wurden in Mönchengladbach 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie 2024. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt die Stadt auf Platz drei der kreisfreien Städte und damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Zudem bewilligte die Stadt 43,2 Millionen Euro an Wohnbauförderung für 218 Wohneinheiten – fast so viel wie im Rekordjahr 2024. Die Genehmigungen für Neubauten stiegen um 73,6 Prozent, ein deutliches Zeichen für den Aufschwung in der lokalen Entwicklung.
Der Erfolg Mönchengladbachs steht in krassem Gegensatz zum landesweiten Rückgang. Während die Stadt mit ihrer Politik sowohl bei Genehmigungen als auch Fertigstellungen deutliche Zuwächse verzeichnet, sieht sich Nordrhein-Westfalen weiterhin mit sinkenden Baugenehmigungen, höheren Kosten und eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten konfrontiert.






