24 March 2026, 06:07

Neue Energievorschriften: Wie Deutschlands Gebäude bis 2030 klimaneutral werden sollen

Weißer fetter Text "netto-null-Emissionen bis 2050" auf einem festen grünen Hintergrund.

Neue Energievorschriften: Wie Deutschlands Gebäude bis 2030 klimaneutral werden sollen

Deutschland reformiert seine Energievorschriften für Gebäude, um strengere EU-Standards zu erfüllen. Das neue System ersetzt die bisherige Bewertungsskala von A+ bis H durch eine vereinfachte Einstufung von A bis G. Die Änderungen werden in den kommenden Jahren Vermieter, Käufer und öffentliche Stellen betreffen.

Ab Mai 2026 werden Energieausweise bei der Verlängerung von Mietverträgen oder größeren Sanierungen verpflichtend. Ältere Zertifikate, die nach dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz (GEG) ausgestellt wurden, könnten an Marktakzeptanz verlieren, sobald die neue Skala eingeführt wird. Die Bundesregierung arbeitet zudem am Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), um die EU-Vorgaben vollständig umzusetzen.

Die strengsten Regeln gelten für Neubauten. Ab 2026 erhalten nur noch Gebäude mit Null-Emissionen – also solche, die keine CO₂-Emissionen durch fossile Brennstoffe verursachen – die beste Einstufung in Klasse A. Diese müssen strenge Kriterien erfüllen, etwa einen nahezu klimaneutralen Primärenergiebedarf und geringste Lebenszyklusemissionen, in der Regel durch Wärmepumpen, Solaranlagen oder ähnliche Technologien. Öffentliche Gebäude müssen diesen Standard bis 2028 erreichen, alle neuen EU-Gebäude bis 2030.

Zudem tritt schrittweise eine Solarpflicht in Kraft. Bis Ende 2026 müssen neue öffentliche und gewerbliche Gebäude mit einer Fläche von über 250 Quadratmetern Solartechnik installieren. Gleichzeitig werden die 15 Prozent der Gebäude mit der schlechtesten Energiebilanz bundesweit in Klasse G eingestuft. Eigentümer, die ihre Energieeffizienzklasse nicht korrekt angeben, drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.

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Auch auf dem Immobilienmarkt sind Auswirkungen zu erwarten: Gebäude der Klasse G könnten mit einem "Braunen Abschlag" bewertet werden, während Spitzenimmobilien der Klasse A mit höherer Nachfrage und Preiszuschlägen rechnen können.

Die Reformen bringen Deutschland den EU-Klimazielen einen Schritt näher. Vermieter und Projektentwickler müssen sich nun auf strengere Effizienzvorgaben, verpflichtende Solaranlagen und finanzielle Sanktionen bei Nichteinhaltung einstellen. Ziel der Umstellung ist es, die Emissionen im Gebäudesektor zu senken und die Energieeffizienz für Käufer und Mieter transparenter zu gestalten.

Quelle