Öffentlicher Dienst wächst um 15,6 % – doch nicht alle Bereiche profitieren
Ella WagnerÖffentlicher Dienst wächst um 15,6 % – doch nicht alle Bereiche profitieren
Deutschlands öffentlicher Dienst wächst deutlich – doch nicht überall
In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Sektor Deutschlands deutlich gestiegen. Zwischen 2014 und 2024 erhöhte sich die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 15,6 % auf etwa 5,4 Millionen. Doch nicht alle Bereiche verzeichneten ein Wachstum – in einigen Sektoren gingen Beamtenstellen spürbar zurück.
Mitte 2014 arbeiteten rund 2,8 Millionen Menschen in der öffentlichen Verwaltung bundesweit. Bis 2024 stieg diese Zahl auf 3,4 Millionen – ein Plus von 22,1 %. Den größten Anteil an den neuen Stellen hatten öffentliche Schulen, die bundesweit 52.000 Beamtenposten schafften. Auch der Bereich „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ wuchs und verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von 46.000 Stellen.
Gleichzeitig gab es in anderen Bereichen Rückgänge. Der Sektor „Verkehr und Kommunikation“ verlor 26.000 Beamtenstellen, vor allem wegen der teilweisen Privatisierung der Deutschen Bahn. Im Bereich „Soziale Sicherung, Familie, Jugend und Arbeitsmarktpolitik“ sank die Zahl der Beamten bis 2024 um etwa 10.000. Dieser Rückgang ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bundesagentur für Arbeit neu eingestellten Mitarbeitern keinen Beamtenstatus mehr gewährt.
Insgesamt stieg die Gesamtzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst von etwa 4,7 Millionen im Jahr 2014 auf rund 5,4 Millionen im Jahr 2024.
Das Wachstum der öffentlichen Beschäftigung verlief dabei ungleichmäßig: Während Bildung und öffentliche Sicherheit deutliche Zuwächse verzeichneten, gingen Stellen in Verkehr und Sozialwesen zurück. Diese Verschiebungen spiegeln die größeren Veränderungen in Politik, Privatisierung und Einstellungspraxis der letzten zehn Jahre wider.






