29 March 2026, 02:07

Ölpreise explodieren: Iran-Krise und Thyssenkrupp in der Energiefalle

Eine Liniengrafik, die die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ölpreise explodieren: Iran-Krise und Thyssenkrupp in der Energiefalle

Ölpreise schnellen auf Rekordniveau – Iran-Krise treibt globale Märkte in die Krise

Die Ölpreise sind auf fast Rekordhöhen gestiegen, da die Spannungen im Iran die globalen Märkte in eine tiefe Krise stürzen. Der Preisschock sendet Schockwellen durch die Industrie, und der deutsche Stahlkonzern Thyssenkrupp steht unter massivem finanziellen Druck. Regierungen und Unternehmen kämpfen nun darum, auf die explodierenden Energiekosten zu reagieren.

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Seit Anfang März 2026 ist der Preis für Brent-Rohöl von unter 100 US-Dollar auf ein Hoch von 120 Dollar pro Fass gestiegen – ein Anstieg von bis zu 40 Prozent innerhalb von nur zehn Tagen. Bis zum 26. März pendelte sich der Preis bei 106,15 Dollar ein, was an den Preissprung nach Russlands Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 erinnert. Auch OPEC-Öl kletterte auf 143 Dollar und verschärft die Versorgungslage mit einem täglichen Fehlbestand von 11 Millionen Barrel.

Die Preiserhöhungen treffen vor allem energieintensive Hersteller hart. Thyssenkrupp, das bereits unter dem Druck günstiger Importe leidet, sieht sich nun mit steigenden Produktionskosten in seinem französischen Werk konfrontiert. Der Aktienkurs des Konzerns stürzte auf ein 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro ab – ein Rückgang um 31 Prozent im letzten Monat und fast 44 Prozent seit Oktober. Analysten der Raiffeisen Bank haben die Wachstumsprognose für 2026 gesenkt und warnen vor weiteren Problemen für Industriewerte.

In Deutschland hat Bundeskanzler Friedrich Merz Zweifel am geplanten Kohleausstieg bis 2038 geäußert und auf Risiken für die Versorgungssicherheit der Industrie hingewiesen. Gleichzeitig arbeitet die Regierung an einem "Entlastungspaket für Spritpreise" und bereitet die Freigabe nationaler Ölreserven vor, um die Belastung für Unternehmen und Verbraucher zu mildern.

Die Ölkrise zeigt keine Anzeichen einer Entspannung: Brent-Rohöl notiert weiterhin über 110 Dollar, während Industrieunternehmen wie Thyssenkrupp mit fallenden Aktienkursen und Produktionskürzungen kämpfen. Deutschlands Notfallmaßnahmen zielen darauf ab, die Energiekosten zu stabilisieren, doch die langfristigen Folgen für die Hersteller bleiben ungewiss. Die Märkte beobachten gespannt weitere Preisschwankungen, während sich die Lage im Iran zuspitzt.

Quelle