"Radikal Jung" feiert 20 Jahre mit feministischem Antigone-Aufschrei und immersiven Performances
Matteo Wolf"Radikal Jung" feiert 20 Jahre mit feministischem Antigone-Aufschrei und immersiven Performances
Münchens Volkstheater zeigt die 20. Ausgabe von Radikal Jung
Das Festival Radikal Jung präsentiert in diesem Jahr zum 20. Mal Arbeiten junger Regisseure – ein Mix aus klassischem Theater, zeitgenössischer Oper und experimentellen Performances. Den Auftakt bildet eine mutige Neuinterpretation von Antigone, die antike Mythen mit modernem Protest verbindet.
Eröffnet wird das Festival mit Roland Schimmelpfennigs Antigone in der Regie von Mikheil Charkviani. Seine Inszenierung deutet die griechische Tragödie als feministischen Akt des Widerstands und zieht Parallelen zu heutigen politischen Bewegungen.
Ein weiterer Höhepunkt ist Unruhe, eine immersive Performance der Marseiller Gruppe Group Crisis. Das wortlose Stück verwandelt das Publikum in Mitwirkende und lässt sich vom mittelalterlichen Tanzwahn inspirieren. Daneben zeigt das Festival konzeptuelle Arbeiten und Tanz, die Isolation überwinden und gemeinsame Erlebnisse schaffen sollen.
Seit seiner Gründung setzt Radikal Jung auf Nachwuchstalente. Auch diese Ausgabe bleibt dem Ansatz treu und vereint radikale Ideen mit frischen künstlerischen Stimmen. Das Festival findet im Volkstheater statt und bringt Theater, Oper und interaktive Kunst zusammen – jede Produktion fordert das Publikum auf, sich auf neue Weise einzubringen. Zum 20-jährigen Jubiläum bleibt Radikal Jung eine Plattform, auf der junge Künstler:innen die Performance neu definieren.






