Regionalverkehr steht vor dem Kollaps – ohne 14 Milliarden Euro vom Bund
Ella WagnerRegionalverkehr steht vor dem Kollaps – ohne 14 Milliarden Euro vom Bund
Regionalverkehr in Deutschland drohen massive Kürzungen – ohne Bundeshilfe
Ohne zusätzliche Finanzhilfen des Bundes drohen dem Regionalverkehr in Deutschland drastische Einschnitte. Behörden warnen, dass ohne weitere 14 Milliarden Euro bis 2031 Bus- und Bahnverbindungen bundesweit gestrichen werden müssten.
Die Verkehrsministerkonferenz hat kürzlich eine Resolution verabschiedet, die die finanzielle Krise unterstreicht. Darin heißt es, der aktuelle Regionalisierungsfonds in Höhe von 12 Milliarden Euro pro Jahr – der jährlich um drei Prozent steigt – reiche nicht mehr aus, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ohne weitere Mittel seien Streichungen unvermeidbar, so die Verantwortlichen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) ging auf die Finanzlücke jedoch nicht direkt ein. Er begründete dies mit einem zu engen Zeitrahmen für eine Entscheidung. Die Landesverkehrsminister hingegen fordern den Bund auf, die Regionalisierungsmittel zu erhöhen, um das Defizit auszugleichen.
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der Verkehrsbehörden mit der Haushaltsplanung kämpfen. Steigende Kosten und stagnierende Zuschüsse machen es unmöglich, das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten. Die Resolution setzt Berlin nun unter Zugzwang, noch vor den ersten Kürzungen zu handeln. Sollten keine zusätzlichen Gelder fließen, müssen Fahrgäste mit weniger Bussen und Zügen rechnen. Die Forderung nach 14 Milliarden Euro liegt nun bei den Bundespolitikern.






