05 April 2026, 10:06

Sachsen-Anhalt reformiert Architektengesetz: Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus

Farbcodierte Wohnbaugebiet-Entwicklungsplan-Karte mit beschrifteten Abschnitten, die Gebäude, Straßen und andere Merkmale zeigen.

Sachsen-Anhalt reformiert Architektengesetz: Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Architektengesetzes vorgelegt. Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, die beruflichen Rahmenbedingungen für Architektinnen und Architekten sowie Stadtplaner zu modernisieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ausbildung, die Registrierung sowie neue Verantwortungsbereiche in den Feldern Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung.

Mit dem neuen Gesetz werden akademische Ausbildungsgänge und Weiterbildungsprogramme um Kernfächer wie Baurecht, barrierefreies Gestalten und Klimafolgenanpassung erweitert. Absolventen dieser Studiengänge erhalten zudem früher Zugang zur Architektenkammer als junge Mitglieder.

Die Reformen ermöglichen die Anerkennung ausländischer Abschlüsse bereits vor der Einreise der Fachkräfte nach Deutschland. Anmeldungen und Tätigkeitmeldungen können künftig online eingereicht werden, was die bürokratischen Hürden verringert.

Fachleute erhalten mehr Flexibilität in ihrer Berufsausübung und dürfen künftig auch in Gesellschaftsformen wie der GmbH & Co. KG, OHG oder KG tätig sein. Zudem führt der Entwurf strengere Umweltauflagen ein: Bei Planungen müssen künftig Aspekte wie Biodiversität, Energieeffizienz und erneuerbare Energien stärker berücksichtigt werden.

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Sozialer Wohnungsbau und Bürgerbeteiligung rücken ebenfalls stärker in den Fokus. Planer müssen bei ihren Projekten künftig die Bezahlbarkeit und die Einbindung der Gemeinschaft systematischer einbeziehen.

Der Gesetzentwurf markiert einen Wandel in der Arbeitsweise von Architektinnen, Architekten und Stadtplanern in Sachsen-Anhalt. Digitale Prozesse, erweiterte Ausbildungsinhalte und neue Umweltstandards werden die Berufspraxis verändern. Wird das Gesetz verabschiedet, erleichtert es zudem ausländisch ausgebildeten Architekten den Einstieg in den Beruf.

Quelle