Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day
Greta SchneiderSachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day
Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern die Teilnahme an Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD untersagt. Das Verbot betrifft in diesem Jahr den Girls' und Boys' Day, eine Initiative, die Jugendlichen Berufsfelder näherbringen soll. Über 20 Bewerbungen für Praktika bei der AfD waren eingereicht worden, bevor die Entscheidung fiel.
Bildungsminister Jan Riedel unterstützte den Schritt und betonte, Schulen müssten verfassungsgemäße Werte verteidigen. Die Politik der AfD bezeichnete er als antidemokratisch und menschenverachtend – mit Verweis auf deren Einstufung als rechtsextreme Organisation. Eine Zusammenarbeit mit der Partei sei laut Riedel nicht vertretbar.
Die AfD wies das Verbot als politisch motiviert zurück. Ulrich Siegmund, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, argumentierte, die Fraktion agiere als eigenständige juristische Person und sei von der Partei zu trennen. Dennoch hält die Landesregierung an der Beschränkung für Schülerpraktika fest.
Die Entscheidung verhindert, dass mehr als 20 Jugendliche ihr geplantes Praktikum bei der AfD absolvieren können. Schulen werden die Schüler nun auf alternative Praktikumsplätze verweisen, die der neuen Richtlinie entsprechen. Das Verbot bleibt für künftige Auflagen der Initiative bestehen – sofern keine rechtlichen oder politischen Änderungen erfolgen.






