"Scientology-Speedrun"-Trend erreicht Deutschland: Jugendliche stürmen Sekten-Zentren
Matteo Wolf"Scientology-Speedrun"-Trend erreicht Deutschland: Jugendliche stürmen Sekten-Zentren
TikTok-Trend „Scientology-Speedrun“ erreicht Deutschland – Jugendliche stürmen Zentren der Sekte
Ein TikTok-Trend mit dem Namen „Scientology-Speedrun“ hat Deutschland erreicht: Junge Menschen dringen im Rahmen einer Online-Challenge in Scientology-Zentren ein. Der erste dokumentierte Vorfall ereignete sich im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee im Berliner Bezirk Charlottenburg. Teilnehmer filmen sich dabei, wie sie sich so weit wie möglich in die Gebäude vorarbeiten – Sicherheitskräfte behandeln sie wie Hindernisse in einem Videospiel.
Der Trend begann in den USA, wo einige Scientology-Niederlassungen daraufhin ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärften. Nun hat er Deutschland erreicht, wo die Organisation nach eigenen Angaben etwa 3.600 Mitglieder zählt. Ziel ist es, möglichst viele Stockwerke zu „erobern“ – jedes Geschoss wird wie ein Level in einem Spiel betrachtet.
Die Berliner Bloggerin @larahertha organisierte einen solchen „Speedrun“ im Charlottenburger Zentrum. Die Polizei griff ein und warnte sie vor möglichen rechtlichen Konsequenzen. Nach deutschem Recht kann unbefugtes Betreten privaten Grundes mit Bußgeldern oder sogar bis zu einem Jahr Haft bestraft werden.
Scientology, in den 1950er-Jahren gegründet, wirbt mit seinen Lehren als Weg, einen „Clear“ zu werden – einen Menschen, der frei von psychischen Blockaden sein soll. Die Gruppe setzt dabei auf eigens entwickelte Techniken. Unterdessen haben die Teilnehmer des TikTok-Trends bereits ein neues Ziel ins Visier genommen: das deutsche Parlamentsgebäude, den Bundestag.
Der Trend hat bereits zu rechtlichen Warnungen und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an einigen Orten geführt. Sollte sich die Challenge auf Regierungsgebäude ausweiten, könnten die deutschen Behörden vor weiteren Herausforderungen stehen. Die Gesetze zum Hausfriedensbruch gelten weiterhin – wer erwischt wird, muss mit Strafverfolgung rechnen.






