16 March 2026, 16:11

Spargelmarkt in Baden-Württemberg 2025: Importe brechen um 18,3 Prozent ein

Bündel von Spargel zum Verkauf auf einem Bauernmarkt, mit einer Person im Hintergrund umgeben von Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Baden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelmarkt in Baden-Württemberg 2025: Importe brechen um 18,3 Prozent ein

Baden-Württemberg verzeichnete 2025 einen Rückgang bei Spargelimporten – um 18,3 Prozent.

Auch die heimische Ernte ging leicht zurück, während die Nachfrage nach grünem Spargel weiter stieg. Wetterveränderungen und angepasste Anbaumethoden spielten dabei eine entscheidende Rolle.

Im Jahr 2025 führte das Land rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel ein – 640 Tonnen weniger als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Importe (52,1 Prozent) stammte aus Spanien, wo schwere Überschwemmungen die Liefermengen möglicherweise eingeschränkt hatten. Weitere wichtige Herkunftsländer waren Mexiko (14,9 Prozent), Italien (10,4 Prozent), Peru (8,6 Prozent) und Griechenland (5,4 Prozent).

Lokale Bauern in Baden-Württemberg ernteten 2025 etwa 8.442 Tonnen Spargel – ein Rückgang um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch stieg die Nachfrage im Einzelhandel nach regionalem Grünspargel. Zudem begann die Erntesaison früher als üblich, was den Bedarf an Importen verringert.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Spargel in der Region ging indes leicht zurück. Die Kombination aus geringeren Importen, einer kleineren heimischen Ernte und veränderten Verbrauchergewohnheiten prägte den Markt im Jahr 2025.

Der Rückgang bei den Importen und die moderate Schrumpfung der lokalen Produktion machten 2025 zu einem Jahr des Umbruchs für den baden-württembergischen Spargelsektor. Während die Überschwemmungen in Spanien die Lieferketten belasteten und die frühe Ernte die Importabhängigkeit verringerte, sahen sich Landwirte und Händler mit einem wandelnden Markt konfrontiert. Die stabile Nachfrage nach Grünspargel blieb jedoch ein Lichtblick für die heimischen Erzeuger.

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