02 April 2026, 10:06

Spätaussiedler in Friedland 2025: Nur noch 4.238 Ankünfte aus Sowjetrepubliken

Alter Briefumschlag mit einem deutschen Stempel von 1909, frankiert "Österreich - Deutschland - Deckblatt nach Deutschland - 7. August 1909".

Spätaussiedler in Friedland 2025: Nur noch 4.238 Ankünfte aus Sowjetrepubliken

Durchgangslager Friedland verzeichnet 2025 nur noch 4.238 Spätaussiedler – ein deutlicher Rückgang

Das Durchgangslager Friedland in Niedersachsen, die einzige zentrale Anlaufstelle für (Spät-)Aussiedler aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, registrierte im Jahr 2025 lediglich 4.238 Spätaussiedler – ein markanter Rückgang im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Unter den Neuankömmlingen des vergangenen Jahres stammten 1.079 aus Kasachstan, deutlich weniger als in den Vorjahren.

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Noch in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren wanderten jährlich Zehntausende Deutschstämmige aus Kasachstan nach Deutschland aus. Selbst zu Beginn der 2000er-Jahre lagen die jährlichen Anmeldungen aus dem Land noch bei über 38.000. Doch in den letzten 15 Jahren gingen die Zahlen kontinuierlich zurück – auf nur noch wenige Tausend pro Jahr.

2025 gingen in Friedland insgesamt 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler ein, von denen 3.700 bewilligt wurden. Neben den 1.079 Registrierten aus Kasachstan verzeichnete das Lager 2.562 Menschen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan. Die Einrichtung koordiniert zudem Integrationsprogramme, darunter Sprachkurse und Orientierungsangebote für Neuankömmlinge.

Die Gründe für den langfristigen Rückgang der Aussiedlerzahlen aus Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken bleiben unklar. Offizielle Statistiken bestätigen zwar den Migrationstrend, liefern jedoch keine Erklärungen für die zugrundeliegenden Faktoren.

Friedland bleibt weiterhin der zentrale Ankunftsort für Spätaussiedler in Deutschland. Die Zahlen von 2025 spiegeln im Vergleich zu früheren Jahrzehnten einen deutlich geringeren Zuzug wider – im vergangenen Jahr wurden weniger als 5.000 Menschen registriert. Die Unterstützung bei der Integration bleibt eine Kernaufgabe des Lagers für diejenigen, die im Rahmen des Spätaussiedlerprogramms ankommen.

Quelle