Stadtrat beschließt Haushalt 2026 mit 16,8 Millionen Euro Defizit
Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 mit knapper Mehrheit verabschiedet. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 437 Millionen Euro, während die Einnahmen voraussichtlich etwa 420 Millionen Euro betragen werden. Damit verbleibt im kommenden Jahr ein Fehlbetrag von etwa 16,8 Millionen Euro.
Der Haushalt erhielt Zustimmung von CDU, SPD, BfGT, FDP sowie einem einzelnen Mitglied der Grünen. Gegenstimmen kamen von der AfD, der Linken und neun weiteren Grünen-Stadträten. Zu den Schwerpunkten der Investitionen zählen die Modernisierung von Schulen, der Bau einer neuen Feuerwehrwache, die Sanierung des kommunalen Bauhofs sowie die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Weberei.
Die Gesamtinvestitionen für 2026 sind mit rund 92 Millionen Euro veranschlagt. Finanzprognosen warnen jedoch, dass die Rücklagen der Stadt bis zum Ende des Jahrzehnts nahezu aufgebraucht sein könnten. Die mittelfristige Planung sieht zudem vor, dass bis 2029 Kredite in Höhe von etwa 344 Millionen Euro aufgenommen werden müssten, wodurch die Gesamtverschuldung auf rund 500 Millionen Euro ansteigen könnte.
Die Steuerhebesätze bleiben 2026 unverändert. Der Gewerbesteuer-Hebesatz verbleibt bei 463 Punkten, während die Grundsteuer für landwirtschaftliche Flächen (A) bei 364 und für bebaute Grundstücke (B) bei 703 Punkten bleibt. Erstmals werden die Personalkosten voraussichtlich stabil bleiben; neue Stellen sollen nur dort geschaffen werden, wo die Finanzierung bereits gesichert ist.
Der beschlossene Haushalt spiegelt eine angespannte finanzielle Lage wider, bei der die Ausgaben die Einnahmen um knapp 17 Millionen Euro übersteigen. Ohne grundlegende Änderungen könnte die Verschuldung der Stadt in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Nun gilt es, die geplanten Investitionen umzusetzen und gleichzeitig die langfristige finanzielle Stabilität zu sichern.






