28 April 2026, 16:17

Steuerreform: Südekum fordert höhere Abgaben für Spitzenverdiener und Vermögende

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, das von einem schmalen schwarzen Rahmen umgeben ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern sogar noch mehr für Wohlhabende und große Unternehmen."

Steuerreform: Südekum fordert höhere Abgaben für Spitzenverdiener und Vermögende

Der Ökonom Jens Südekum hat Vorschläge zur Finanzierung der geplanten Einkommensteuerreform vorgelegt. Seine Ideen zielen darauf ab, die Steuern für Spitzenverdiener und vermögende Privatpersonen zu erhöhen. Er argumentiert, dass diese Schritte notwendig seien, um zu verhindern, dass die Reform das Haushaltsdefizit weiter vergrößert.

Südekum betonte, dass eine Senkung der Einkommensteuersätze für Gering- und Mittelverdiener die Staatseinnahmen schmälern werde. Um dies auszugleichen, schlug er vor, die Spitzensteuersätze sowie die Vermögenssteuer anzuheben. Dies sei der einzige realistische Weg, die Reform ohne drastische Ausgabenkürzungen zu finanzieren, so der Wirtschaftswissenschaftler.

Er wies die Behauptung zurück, dass allein durch Sparmaßnahmen die Kosten gedeckt werden könnten. Stattdessen plädierte er für gezielte Einsparungen, um mögliche Fehlbeträge auszugleichen. Sein Plan sieht zudem vor, den Prozess für Einzelunternehmer und Personengesellschaften zu vereinfachen, um leichter in die Körperschaftsteuer zu wechseln.

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Der Ökonom entkräftete Bedenken, dass höhere Steuern für Spitzenverdiener kleine Unternehmen unangemessen belasten würden. Er verwies darauf, dass viele bereits heute die Möglichkeit hätten, sich im Rahmen des bestehenden Systems wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen. Diese Flexibilität bedeute, dass seine Vorschläge keine übermäßige Last für sie darstellen würden, so Südekum.

Ziel von Südekums Empfehlungen ist es, sicherzustellen, dass die Steuerreform vor allem Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen zugutekommt. Sein Fokus liegt darauf, die Mindereinnahmen durch höhere Abgaben der Wohlhabendsten auszugleichen. Nun muss die Regierung entscheiden, ob sie diese Maßnahmen in das Reformpaket aufnehmen wird.

Quelle