09 June 2026, 20:04

Stuttgart 21: Tiefbahnhof droht weitere Verzögerung bis Ende 2031

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Tiefbahnhof droht weitere Verzögerung bis Ende 2031

Stuttgart 21: Bahnprojekt steht vor weiteren Verzögerungen – Eröffnung des Tiefbahnhofs erst Ende 2031?

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 droht erneut in Verzug zu geraten: Aktuellen Berichten zufolge könnte der neue unterirdische Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) bezeichnete die mögliche Verzögerung als „katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste – sofern sich die Meldungen bestätigen.

Ursprünglich als Teil des Ausbauprojekts Stuttgart–Ulm konzipiert, sollte Stuttgart 21 den Stuttgarter Bahnknoten grundlegend modernisieren. Kernstücke sind ein neuer unterirdischer Hauptbahnhof als Durchgangsstation – anstelle des bisherigen Kopfbahnhofs – sowie neue Gleise, Tunnel und Brücken. Doch die Probleme häufen sich: Selbst eine geplante Teileröffnung Ende 2026 wurde inzwischen abgesagt.

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Einziger Lichtblick im Gesamtprojekt war bisher die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm, die 2022 wie geplant in Betrieb ging. Stuttgart 21 selbst jedoch kämpft mit explodierenden Kosten und technischen Hindernissen. Die veranschlagten Ausgaben stiegen von 4,5 Milliarden Euro (2009) auf mittlerweile rund 11,3 Milliarden Euro – eine Summe, die allein die Deutsche Bahn tragen muss.

Özdemir fordert nun von der Bahn klare Antworten, darunter eine verbindliche Zusage für die Fertigstellung sowie die vollständige Digitalisierung des Stuttgarter Knotens. Gerade die Komplexität dieser digitalen Aufrüstung hat maßgeblich zur jüngsten Verzögerung beigetragen – ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte der Projektprobleme.

Sollten sich die aktuellen Berichte bewahrheiten, würde sich die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs um fünf Jahre gegenüber früheren Planungen verzögern. Die Deutsche Bahn steht nun in der Pflicht, belastbare Daten und einen konkreten Fahrplan vorzulegen, um das seit Jahren stockende Vorhaben endlich umzusetzen. Die Folgen werden den Bahnverkehr in Baden-Württemberg noch über Jahre prägen.

Quelle