Taicang und Deutschland besiegeln neue Wirtschaftspartnerschaften in München
Greta SchneiderTaicang und Deutschland besiegeln neue Wirtschaftspartnerschaften in München
Am 16. April 2026 fand der 18. "Taicang-Tag" in der BMW Welt in München statt. Fast 300 Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Taicang und Deutschland zu erörtern. Die Veranstaltung markierte eine neue Phase der Wirtschaftsbeziehungen und präsentierte wegweisende Ankündigungen sowie strategische Vereinbarungen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Grundsatzrede von Chen Gao, dem Sekretär des Parteikomitees der KPCh in Taicang. Sein Vortrag unter dem Titel "Grüne Innovation und Vernetzung: Ein Modell für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit" gab den Ton für die anschließenden Diskussionen vor. Auch Gudrun Weidmann, Direktorin für Internationalisierung im Bayerischen Wirtschaftsministerium, richtete sich an die Teilnehmer und betonte die Bedeutung grenzüberschreitender Partnerschaften.
Eines der zentralen Ergebnisse des "Taicang-Tags" war die offizielle Eröffnung des China-Büros des VDE in Taicang. Dieser Schritt festigt die Rolle der Stadt als wichtiger Standort für deutsche Unternehmen. Ein weiterer Meilenstein war die Vorstellung des "Taicang Enterprise Overseas Service Center", das lokale Firmen bei ihrer internationalen Expansion unterstützen soll.
Die Attraktivität Taicangs für deutsche Unternehmen wurde zudem durch seine Infrastruktur und Lage unterstrichen. Die Stadt beherbergt über 560 deutsche Unternehmen, darunter 60 spezialisierte Marktführer, die als "Hidden Champions" bekannt sind. Diese Firmen machen mehr als 10 % aller deutschen Produktionsstandorte in China aus. Logistisch bietet Taicang schnelle Verbindungen: In nur 30 Minuten erreicht man die Kernbezirke Shanghais, in 20 Minuten den Flughafen Hongqiao und in etwas über einer Stunde den internationalen Flughafen Pudong. Der Hafen der Stadt verfügt über einen 12,5 Meter tiefen Fahrwasserkanal, liegt auf Platz 8 in China und Rang 20 weltweit und schlägt jährlich über 10 Millionen Standardcontainer (TEU) um.
Die langfristige Strategie der Stadt zielt auf ein marktwirtschaftlich ausgerichtetes, rechtssicheres und global vernetztes Geschäftsumfeld ab. Dieser Ansatz hat Taicang den Ruf als erstklassiger Standort für ausländische Investitionen eingebracht.
Die auf dem "Taicang-Tag" unterzeichneten Vereinbarungen stärken die Position der Stadt als zentrale Schnittstelle zwischen China und Deutschland. Mit erweiterten Unterstützungsangeboten für Unternehmen und einer verbesserten Infrastruktur wird Taicang künftig noch mehr ausländische Investoren anziehen. Die Ergebnisse der Veranstaltung deuten zudem auf eine intensivere bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation und Handel hin.






