Treibstoffkrise zwingt Lufthansa zu 20.000 Flugstreichungen bis Oktober
Ella WagnerTreibstoffkrise zwingt Lufthansa zu 20.000 Flugstreichungen bis Oktober
Europas Luftfahrtbranche steht vor Turbulenzen: Treibstoffknappheit bedroht Flugpläne ab Ende Mai
Die Krise in der europäischen Luftfahrt spitzt sich zu: Durch Lieferengpässe in der Straße von Hormus haben sich die Treibstoffkosten verdoppelt, was ab Ende Mai zu massiven Einschränkungen im Flugbetrieb führen könnte. Fluggesellschaften wie die Lufthansa streichen bereits jetzt Tausende Verbindungen, um Ressourcen zu schonen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt, dass die Treibstoffreserven der Airlines in Europa nur noch für etwa sechs Wochen reichen. Auslöser der Knappheit ist die Sperrung der Straße von Hormus, durch die entscheidende Öl- und Gaslieferungen zum Erliegen gekommen sind. Die Folge: Die Treibstoffpreise schnellen in die Höhe und zwingen die Fluggesellschaften zum Umdenken.
Lufthansa hat bereits reagiert und kündigte die Streichung von 20.000 Flügen zwischen Mai und Oktober an. Betroffen sind vor allem weniger rentable Strecken ab Frankfurt und München. Durch diese Maßnahmen erhofft sich das Unternehmen eine Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin.
Gleichzeitig arbeitet die Airline an der Veröffentlichung ihres Sommerflugplans, der voraussichtlich Anfang Mai vorliegen soll. Die Anpassungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Willie Walsh, Generaldirektor des Branchenverbands IATA, vor weiteren Streichungen warnt – sollte sich die Versorgungslage nicht bessern.
Bisher hat die Treibstoffkrise bereits zu 20.000 gestrichenen Flügen im Lufthansa-Netz geführt. Da die Reserven schwinden und die Kosten steigen, könnten weitere Airlines nachziehen. Die Situation zeigt, wie anfällig die Branche für globale Störungen in den Lieferketten ist.






