TU Ilmenau revolutioniert Produktion mit KI und menschlicher Expertise im Fokus
Tim LangTU Ilmenau revolutioniert Produktion mit KI und menschlicher Expertise im Fokus
TU Ilmenau schließt bahnbrechendes Forschungsprojekt ab: Mensch im Mittelpunkt der automatisierten Produktion
Die Technische Universität Ilmenau hat ein wegweisendes Forschungsvorhaben abgeschlossen, das die Fertigung durch menschenzentrierte Automatisierung revolutionieren soll. Im Rahmen der Initiative "Engineering for Smart Manufacturing (E4SM)", gefördert von der Carl-Zeiss-Stiftung, stand die Verbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) mit menschlichem Fachwissen im Fokus – mit dem Ziel, intelligentere und anpassungsfähigere Produktionssysteme zu schaffen.
Das mit drei Millionen Euro dotierte Projekt vereinte sieben Fachbereiche der TU Ilmenau. Gemeinsam mit Industriepartnern wie dem Honda Research Institute Europe und der Robert Bosch GmbH entwickelte das Team Technologien, die die Zusammenarbeit in Fabriken neu definieren sollen. Eine zentrale Innovation ist ein KI-gestütztes Laserschweißsystem, das teure Spannvorrichtungen überflüssig macht.
Darüber hinaus entstand ein 3D-Multi-View-Stereo-System, das die sichere Interaktion zwischen Mitarbeitenden und Robotern ermöglicht. Die Forscher integrierten eine KI, die Montagevorgänge in Echtzeit erkennt und es Robotern ermöglicht, Menschen eigenständig zu unterstützen. Zudem wurde eine interaktive visuelle Toolchain entwickelt, mit der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eigene KI-basierte Unterstützungssysteme konzipieren können.
Die Arbeit knüpft an die laufenden Bestrebungen Thüringens an, die unter dem Stichwort Industrie 4.0 seit 2021 Automatisierung und datengetriebene Effizienz vorantreiben. Doch hohe Kosten, Fachkräftemangel und Cybersecurity-Risiken bremsen die Umsetzung in der traditionellen Fertigung aus.
Das E4SM-Projekt markiert einen Wandel hin zu Industrie 5.0, bei der der Mensch trotz fortschrittlicher Automatisierung im Mittelpunkt der Produktion bleibt. Die Lösungen der TU Ilmenau sollen die intelligente Fertigung insbesondere für KMU zugänglicher machen. Die Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung unterstreicht das Potenzial dieser Technologien für zukünftige industrielle Prozesse.






