18 April 2026, 04:05

Ukraine führt flächendeckende Widerstandsausbildung für Schüler und Studierende ein

Eine Gruppe von Kindern in traditioneller ukrainischer Kleidung vor einem Regal mit Spielzeug, einem Skelett und anderen Gegenständen, was auf eine ukrainische Schulumgebung hinweist.

Ukraine führt flächendeckende Widerstandsausbildung für Schüler und Studierende ein

Ukrainisches Parlament beschließt Gesetz zur Stärkung der Landesverteidigung durch spezielle Ausbildungszentren

Die Werchowna Rada hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die nationale Verteidigung durch ein Netzwerk spezialisierter Trainingsstätten ausbauen soll. Die Reform führt eine verpflichtende Widerstandsausbildung für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ein – unabhängig vom Geschlecht. Gleichzeitig legt sie strengere Auflagen für Ausbilder fest und sieht Ausnahmen für Personen vor, die aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen keine Waffen führen können.

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Das Gesetz sieht den Aufbau eines flächendeckenden Systems von Ausbildungszentren vor, in denen Zivilistinnen und Zivilisten kampfpraktische Fähigkeiten erlernen. Dazu gehören Schießübungen mit scharfer Munition sowie interaktive Simulationen, um die Teilnehmenden auf reale Einsatzszenarien vorzubereiten.

Betreiber dieser Einrichtungen müssen eine Zertifizierung durch vom ukrainischen Verteidigungsministerium anerkannte Institutionen nachweisen. Zudem ermöglicht das Gesetz der Luftwaffe, bei Bedarf vorübergehend Ausrüstung und Munition an die ausgewiesenen Standorte zu verlegen.

An Schulen wird künftig das neue Fach "Grundlagen des nationalen Widerstands" unterrichtet, ergänzt um einen aktualisierten Kurs "Verteidigung der Ukraine". Das Gesetz regelt auch die Zuständigkeiten und Finanzierung durch staatliche Behörden. Von bewaffneten Ausbildungsmodulen befreit werden Personen mit religiösen Bedenken oder körperlichen Einschränkungen.

Ziel der Reform ist es, die Verteidigungsinfrastruktur der Ukraine zu modernisieren, indem Bildung und praktische Vorbereitung verzahnt werden. Damit vollzieht das Land einen Wandel hin zu einer breiteren Einbindung der Zivilbevölkerung in die nationale Sicherheitspolitik.

Das neue System soll die Widerstandsausbildung an Schulen und spezialisierten Zentren ausweiten. Durch standardisierte Lehrpläne und eine einheitliche Verteilung von Ausrüstung strebt die Ukraine an, ihre Gesamtverteidigungsfähigkeit zu stärken. Das Gesetz tritt sofort in Kraft; die Umsetzung soll in den kommenden Monaten erfolgen.

Quelle